Foto-App Frametastic - Schummelpackung im Hochformat

In der kostenlosen Funktion stehen einige Rahmen zur Verfügung
Wir fühlen uns veräppelt. Das kommt nicht so oft vor, aber die Foto-App Frametastic hat es geschafft. Denn nachdem wir da zu Testzwecken eine Collage zusammengesetzt haben, ließ die sich nicht abspeichern. Das heißt, es hätte die Möglichkeit gegeben – gegen Zahlung einer Gebühr. Das ist nicht nett.

Die Anordnung sieht ganz nett aus
Ohnehin muss man sich die Frage stellen, wie wir auf eine Foto-App gekommen sind, die zuletzt vor zwei Jahren aktualisiert wurde. Die Frage lässt sich leicht beantworten: Sie wurde uns vorgeschlagen in Apples App Store. Vielleicht liegt das daran, dass wir immer mal wieder nicht so tolle Apps ausprobiert haben. Indes, die einstellige Zahl von Bewertungen und die fehlenden Aktualisierungen hätten Warnung sein können. Aber da man ja nicht von vornherein verurteilen soll, haben wir den Test gemacht. Mit magerem Ergebnis.

In Rahmen verpackte Bilder lassen sich auch speichern
Es gibt da zum Beispiel Rahmen, die man mit eigenen Bildern füllen kann. Das funktioniert ganz gut, eine recht große Anzahl von Rahmen wird mit der kostenlosen App mitgeliefert, einige gibt es nur, wenn man noch ein zusätzliches Paket kauft. Was zunächst negativ auffällt ist die Tatsache, dass die Foto-App am iPad nicht im Querformat funktioniert. Und dass ziemlich viel Hochformat dabei ist bei den Bildschnitten, aber man kann jedes einzelne Bild nach Belieben an- und einpassen. Bliebe noch der etwas altmodische Look, der nicht gerade zur Steigerung der Kreativität des Users beiträgt. Aber das gibt allenfalls Abzug in der B-Note.

Die App funktioniert leider nur im Hochformat
Soweit, so gut. Das Ergebnis lässt sich lokal speichern oder gleich per E-Mail oder in sozialen Medien verbreiten. Bliebe also noch der zweite Teil, „Collage“ benannt. Die ist zunächst ein bisschen ähnlich wie die auszufüllenden Rahmen im ersten Teil, allerdings gibt es hier doch ein paar mehr Möglichkeiten. Bilder lassen sich frei verschieben und auch in der Größe verändern. Zudem kann man das Bild im Rahmen problemlos noch ein wenig hin und her schieben.

Ein Bilderhaufen, nicht abspeicherbar
Dazu gibt es eine Reihe von Filtern, die nicht allzu schlecht aussehen und damit die Spielerei noch weiter gehen kann, lässt sich der Rahmen um die einzelnen Bilder in Stärke und Farbe ändern. Hier also kann der Anwender tatsächlich kreativ tätig werden und weil die hässlichen Bretter nicht als Hintergrund bleiben müssen, kommen doch ganz brauchbare Ergebnisse dabei heraus. Eigentlich.

Der Hintergrund lässt sich austauschen
Denn kaum ist das Bild fertig, die Collage perfekt zusammengesetzt und durchgestylt, geht das große Rätselraten los. Wo bitte kann das fertige Bild abgespeichert werden? Speicher-Button? Fehlanzeige. E-Mail? Auch nicht. Was es gibt, ist eine mit „Share“ beschriftete Schaltfläche oben rechts. Und wer darauf tippt wird bestimmt darauf hingewiesen, dass er jetzt 4,99 Euro bezahlen muss, wenn er sein Bild auch abspeichern will.

Erst bauen und dann zahlen ist nicht nett
Das ist nichts anderes als ein Veräppeln der Anwender. Ein Schriftzug am Bildrand in der kostenlosen App-Version, ok. Verminderte Auflösung ist auch ok. Aber sagen „schön hast du das gemacht, aber jetzt zahlst du, sonst ist es weg“ ist nicht schön, auch nicht freundlich und clever schon zweimal nicht. Und deshalb ist von Frametastic grundsätzlich abzuraten.

Frametastic für iPhone und iPad (gratis), ab iOS 6.0
Downloadgröße 43,5 MB, Entwickler: Imaginary Feet, Version 2.1.1
https://itunes.apple.com/de/app/frametastic/id427063436?mt=8

Foto-App Besprechung iPhone / iPad 11 / 2015

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