iPhone-Foto-App InstaBeauty - Aufhübschen unterwegs

Ein wenig Hilfe gibt es auf Englisch Bildgalerie betrachten

Ein wenig Hilfe gibt es auf Englisch

Einfach mal ein paar Falten glätten oder gleich die Augen größer machen? Und alles ganz einfach, unterwegs, nicht in riesiger Auflösung, gerade so, dass es für die Online-Netzwerke reicht – kein Problem. InstaBeauty für iPhone und iPad macht es möglich. Und die Foto-App funktioniert ganz ordentlich.

Selfies werden ja nicht einfach so geknipst. Sie werden sorgsam arrangiert, der sich selbst Fotografierende möchte der Welt ja eine Botschaft vermitteln. Meistens heißt diese: Hier bin ich und so gut sehe ich aus. Nicht wie damals Buzz Aldrin, der bei einem Weltraumspaziergang während der Gemini-12-Mission die Kamera mal auf sich selbst richtete. Das Bild zeigt Aldrin und im Hintergrund die Erde, aufgenommen 1966 und damit das erste Selfie im Weltraum. Aber zurück zur Gegenwart: Selfie oder Porträt, längst sind wir kaum noch mit der Realität zufrieden, ein Gesichts-Tuning muss her.

Die Foto-App InstaBeauty macht genau das. Damit werden Gesichter glatt wie ein Baby-Popo, Augen größer und Hüften noch dünner, alles, was uns Werbe- und Schönheitsindustrie eintrichtern. InstaBeauty ist sozusagen der plastische Chirurg für unterwegs. Nun kann man sich über Sinn und Zweck einer solchen App natürlich streiten, die ersten bissigen Bemerkungen sind auch schon gefallen.

Was kann diese App? Sie verschönert Gesichter, nach den bereits genannten zweifelhaften Maßstäben. Weichzeichner für die Haut – natürlich vorhanden. Eine Option, um Augen und Nase in der Größe zu ändern: Ebenfalls vorhanden. Bonus dabei: Die automatische Erkennung funktioniert ganz gut. Weder Auge noch Nase müssen per Hand optimiert werden, kann man aber natürlich, wenn die Automatik doch mal nicht so funktioniert. Beim Lächeln wird der Mund automatisch erkannt und die Mundwinkel lassen sich nach oben ziehen. Tränensäcke lassen sich eliminieren, Zähne weißen, alles funktioniert. Was zu verbessern wäre: Die App funktioniert am iPad nur im Hochformat. Das ist immer wieder störend. Und die App ist nur auf Englisch vorhanden, das erfordert ein wenig Kenntnisse, die Icons ermöglichen es aber auch so, sich zu Recht zu finden.

Ansonsten wird außer dem Gesichtseditor auch noch ein solcher für die Hüfte mitgeliefert. Da gibt es außerdem jede Menge Optionen, das Bild ganz klassisch zu verbessern, also Helligkeit, Kontrast, Schärfe, Zuschnitt, Farbabstimmung, Text kann eingefügt werden, ebenso Sticker. Auch dieser Teil funktioniert gut, nach bewährtem Muster mit Schiebereglern. Ansonsten gibt es für den künstlerischen Touch noch ein paar Filter sowie Strukturfilter, die sich mit den Fingern auf Teile des Bildes auftragen lassen.

InstaBeauty bringt noch einige andere Teile mit. Einen Collage-Editor. Der bietet zwar einige Möglichkeiten, die man sich jeweils herunterladen kann – wir fanden den aber nicht besonders gelungen. Für Collagen gibt es bessere Apps. Ganz witzig dagegen ist, was sich hinter „FunMakeup“ versteckt. Da gibt es erst einmal eine Landesfähnchen-Edition zur Fußball-Europameisterschaft, außerdem können Porträts mit Schnurrbärten oder aufdringlichem Makeup verziert werden. Und es gibt – man höre und staune – eine Option „fett“. Die Frau im Vorschaubild sieht zumindest gesund aus.

InstaBeauty für iPhone und iPad (gratis), ab iOS 7.0
Downloadgröße 58,5 MB, Entwickler: Fotoalben Inc., Version 2.5.9
https://itunes.apple.com/de/app/instabeauty-beauty-camera/id599534650?mt=8

Foto-App Besprechung iPhone / iPad 07 / 2016

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