Foto-App Pixel Wakker - Punkte im Quadrat

Die App bietet viele Möglichkeiten | Eine kleine Vorschau zeigt wie das Bild aussehen wird
Pixel kennt jeder Fotograf, seit sich Digitalkameras durchgesetzt haben. Aber wie ist das mit Punkten? Nicht 2.048 auf einer Seite, sondern vielleicht noch 200 oder auch nur vier? Größere Punkte sind eine nette Spielerei und vielleicht auch sowas wie Kunst. Nur schade, dass die Foto-App Pixel Wakker ein paar Schwächen hat.

Wollte man mit den Schwächen der Foto-App für iPhone und iPad anfangen, drei wären zu nennen. Da wäre zum einen das Bildformat. Unterstützt wird von Pixel Wakker nämlich nur ein quadratisches Format. Kein Problem, mag man denken, ist es aber. Denn wer nur eben mal ein Bild aus seinem Bestand lädt, sieht das seltsam verzerrt. Immerhin ist die Lösung schnell zur Hand. Der User muss beim Laden des Bildes einfach die Option „Move and Scale“ nutzen, also den Ausschnitt bestimmen. Hat man das gemacht, wird das Bild quadratisch beschnitten und dann es kann losgehen.

Kunst vom Tablet | Auch riesige Punkte lassen sich aus einem Foto generieren
Da wäre noch ein zweites Problem und das betrifft die Auflösung. Bilder, die mit der Foto-App bearbeitet werden, werden nur mit 1.024 Pixel Seitenlänge gespeichert, also gerade einmal ein Megapixel. Das reicht für Internetanwendungen, für Facebook und Twitter, aber leider nicht für den Ausdruck an der heimischen Wohnzimmerwand. Und als drittes Problem haben wir das zweite kleine Bild am unteren Bildrand ausgemacht. Da kann noch ein weiteres oder das gleiche Foto nochmals geladen werden, man kann auch zwischen den beiden Bildern wechseln, aber bearbeitet werden kann immer nur eines. Vielleicht ist das für Vergleichszwecke gemacht? Eine Erklärung gibt es nicht, keine Anleitung und auch Versuche haben keine andere Lösung zu Tage befördert.

Wahlweise ein oder zwei Schieberegler steuern die Intensität | Die Bedeutung des zweiten kleinen Vorschaubilds hat sich nicht erschlossen
Aber sonst funktioniert Pixel Wakker so, wie es sein soll. Ist erst einmal ein Bild geladen oder direkt aus der Foto-App heraus mit der Kamera aufgenommen worden, sieht der Anwender am unteren Bildrand eine Vorschau der verschiedenen Filter. Es gibt Linien und Punkte wobei auch die Linien aus dem Punkt heraus generiert wurden. Damit lassen sich Bilder abstrahieren, verfremden und reduzieren. Denn es stehen nicht nur verschiedene Grundformate zur Auswahl, diese lassen sich auch jeweils noch entsprechend konfigurieren.

Das als kleiner Schieberegler angezeigte Symbol am unteren Rand der Foto-App, die leider auch am iPad nur im Hochformat funktioniert, führt zu den Optionen, die je nach gewähltem Filter als ein oder zwei Schieberegler angezeigt werden. Damit kann dann die Größe der Punkte oder Rechtecke angepasst werden. So ist es dann auch möglich, aus einem Bild voller Details ein Bild aus lediglich vier Punkten zu machen.

Es gibt mehrere Möglichkeiten die Bilder zu speichern oder zu verbreiten | Das Ergebnis ist leider kleingerechnet
Insgesamt ist Pixel Wakker eine nette Spielerei und hebt sich durch das Punkte-Konzept deutlich von den üblichen Filtern ab, die meist auf Farbverfälschungen oder simulierte mechanische Bildstörungen setzen. Am Ende lässt sich das Bild entweder speichern – wie schon beschrieben als Quadrat mit leider nur 1.024 Pixel Kantenlänge, per E-Mail verschicken oder direkt in sozialen Netzen teilen.

Für das nächste Update wünschen wir uns dann, dass es noch eine kurze Erklärung gibt und dann endlich auch klar ist, ob und wenn ja welche Funktion das zweite kleine Bild in der Foto-App hat.

Pixel Wakker für iPhone und iPad (2,99 Euro), ab iOS 8.1
Downloadgröße 2,7 MB, Entwickler: Joseph Wrigley, Version 1.2.0
https://itunes.apple.com/de/app/pixelwakker/id706944888?mt=8

Foto-App Besprechung iPhone / iPad 11 / 2015

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