Qwik - Großartige App mit Schwächen

Das Bild muss zugeschnitten werden
Die Foto-App Qwik ist ganz einfach aufgebaut. Schritt für Schritt führt die Foto-App für iPhone und iPad durch eine kleine Bildbearbeitung und liefert anschließend großartige Ergebnisse. Zur Höchstnote reicht es dennoch nicht, ein paar Dinge wären doch noch zu verbessern. Und ein paar Sachen sind einfach überflüssig.

Jede Menge Lichteffekte stehen zur Auswahl
Falsch machen jedenfalls kann man mit diesem Programm nichts. Qwik führt Schritt für Schritt durch das Menü und die ersten Schritte sind die wirklich interessanten. Dabei fällt auf, dass die App auch am iPad leider nur im Hochformat funktioniert. Das gibt schon einmal Abzüge in der B-Note, schließlich ist es viel bequemer, das iPad im Querformat zu halten oder aufzustellen. Und auch der erste Schritt ist ein wenig überflüssig. Man muss das Bild zuschneiden, entweder in ein quadratisches Format oder rechteckig im Format 3:4 – und zwar nur im Hochformat. Das müsste hier ja nicht kommen, aber man kann mal locker drüber hinwegsehen.

Die Stärke wird mit einem einfachen Regler eingestellt
Viel interessanter ist der zweite Schritt. Denn da kann ein Lichteffekt hinzugefügt werden und wenn man ehrlich ist, ist dieser Schritt der einzig sinnvolle in der Foto-App. Aber das funktioniert so großartig gut, dass es wirklich Spaß macht. Schließlich ist es ein sportliches Unterfangen, solche Lichteffekte gleich mal im Originalbild einzufangen. Sicher, man kann auch mit dem iPhone gegen die Sonne fotografieren, aber die Ergebnisse sind da doch eher bescheiden. Die kleine Öffnung des Objektivs ist ebenso ein Problem wie der winzige Sensor, auch wenn der inzwischen Megapixel en masse hat. Viele Megapixel auf winzigem Raum machen schließlich noch keine perfekte Kamera.

Als ob die Sonne geschienen hätte
Gegenlicht also in allen möglichen Farben und Effekten. Der nicht immer dezente Hinweis, dass es auch eine kostenpflichtige Version gibt, kann auf die Nerven gehen, wer aber nach dem ersten Ausprobieren meint, die Foto-App behalten zu wollen, sollte den einen Euro für die Vollversion investieren. Denn sonst sind am Ende auch alle Bilder mit einem Branding versehen, das muss ja nicht wirklich sein.

Auch Herzchen gibt es als Vorlage
Ist der Effekt ausgewählt, kann mit einem einfachen Schieberegler noch die Intensität bestimmt werden. Das ist nichts, was zusätzliche Erläuterungen bräuchte. Ebenso wie die weiteren Schritte. Denn die sind eigentlich überflüssig. Man kann einen Rahmen zufügen oder grafische Elemente oder Text. Man könnte die Fotos so in kleine Kunstwerke oder Karten oder sonst etwas verwandeln, aber ganz ehrlich: Die Lichteffekte sind so gut, da kann alles andere getrost übersprungen werden.

Wenn es sein muss, gibt es auch noch Sticker dazu
Leider gibt es dann am Ende doch noch ein Problem. Denn das fertige Bild kann in sozialen Netzen geteilt werden. Das funktioniert problemlos. Es kann aber auch gespeichert werden, auch das funktioniert gut. Aber da ist es am Ende dann nur noch 1.200 Pixel breit und stark komprimiert. Eine Ausbelichtung macht also wenig Sinn. Und so ist diese Foto-App zwar eigentlich großartig, liefert aber kein überzeugendes Ergebnis.

Qwik für iPhone und iPad (gratis/0,99 Euro), ab iOS 6.0
Downloadgröße 44,7 MB, Entwickler: Guillaume Babusiaux, Version 1.16
https://itunes.apple.com/de/app/qwik-easy-photo-editor/id965056510?mt=8

Foto-App Besprechung iPhone / iPad 09 / 2015

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