Die Imaging World wird interaktiv - Ein spannender Ausblick auf die kommende photokina 2012

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Unter dem Motto “Memories are more … INERACTIVE” veranstaltete die photokina im Congress Centrum Nord der Koelnmesse das 3. Business Forum Imaging Cologne 2012. In einer Reihe hochkarätiger Vorträge diskutierten Spitzenvertreter aus Industrie und Handel die jüngsten Trends der vernetzten Imagingwelt. Die Forumsteilnehmer erhielten einen kompetenten Ausblick auf die sich wandelnden Verhaltensweisen der Verbraucher im Umgang mit Bildern und die sich daraus ergebenden neuen Geschäftsmodelle.

Die sich in rasantem Tempo entwickelnden Technologien zum Aufnehmen, Betrachten, Bearbeiten, Verwalten, Aufbewahren und Teilen von Fotos und Videos erweitern kontinuierlich das Spektrum der Foto- und Imagingwelt. Die aus dem technischen Fortschritt resultierenden Produkte und Dienstleistungen verändern die Gewohnheiten der Menschen in der Nutzung von Bildern sowie Videos und damit auch die Märkte der Imaging Branche. Diese Veränderungen zu analysieren und die sich daraus ergebenen wirtschaftlichen Trends zu identifizieren, hat sich das Business Forum Imaging der photokina zur Aufgabe gemacht. Der aktuelle Trend für das Bild als Träger von Erinnerungen ist seine interaktive Nutzung, wie ihn auch das Motto des Forums „Memories are more … INERACTIVE‘ beschreibt.

Das Business Forum Imaging hat einmal mehr die Innovationskraft der Foto- und Imagingbranche mit ihrem Facettenreichtum deutlich gemacht. Die photokina 2012, die vom 18. bis 23. September in Köln ihre Tore öffnet, wird die Messebesucher in eine neue Welt der Fotografie entführen.

WVIL – Das Kamerakonzept für die Zukunft?

Wie ein Kamerasystem dem Trend zur Interaktion gerecht werden könnte, zeigte zum Auftakt des Business Forums Imaging Olen Ronning von der Designschmiede „Artefact“ in Seattle mit dem revolutionären Konzept einer „Connected Camera“. Die Hobbyfotografen und Industriedesigner von Amerikas Westküste haben sich gefragt, warum eine DSLR für 3.000 Dollar nicht annähernd so viel kann, wie ein Smartphone. Ihre Antwort die WVIL-Konzeptkamera (Wireless Viewfinder Interchangeable Lens). Die futuristische Designstudie nutzt alle derzeit verfügbaren technischen Möglichkeiten für ein offenes Kamerasystem, das sich nicht nur an den jüngsten, technischen Möglichkeiten des Imaging, der Telekommunikation und des kabellosen Informationsaustausches orientiert, sondern auch die neuen durch Smartphone und Co. geprägten Verbrauchergewohnheiten mit einbezieht. Die von Artefact entwickelte Konzeptstudie verwendet einen modularen Aufbau von Kamera, Sensor, Optik und Steuereinheit. Die einzelnen Module können alle sowohl kabellos miteinander kommunizieren als auch durch entsprechende Kupplungen zu einer Einheit verbunden werden. Als Steuereinheit verwendet die Kamera ein Smartphone mit einer speziellen App für die Kamerabedienung über das große Touchscreen-Display. Zur besseren Handhabung wurde das Smartphone in eine einem Kameragriff ähnelnden Halterung eingesetzt. Bei der Designstudie bilden Sensor und Objektiv eine Einheit, die kabellos mit der Steuereinheit kommuniziert. So werden ungewöhnliche Perspektiven, einfache Selbstporträts oder unauffälliges Fotografieren ermöglicht. Olen Ronning, Designer bei Artefakt und einer der Väter der Kamerastudie, wies auch auf die Möglichkeit hin, die Sensoreinheit mit einem Bajonett für Objektive bereits vorhandener Kamerasysteme zu versehen.

Das offene Betriebssystem erlaubt Fremdanbietern die Entwicklung funktionserweiternder Apps. Als Beispiel stellte Olen Ronning eine integrierte Fotoschule vor, mit der sich Anwender auf dem Touchscreen der Kamerasteuereinheit Lektionen für spezielle Aufnahmetechniken aufrufen und sich Schritt für Schritt anzeigen lassen können.

Einkauf wird zum Erlebnis – Kreative an einen Tisch

Wie sich beispielsweise die Gestaltung eines Buches oder jedes anderen individualisierten Fotoproduktes und sogar der Kauf einer Kamera oder Fotozubehörs zu einem ganz besonderen Gemeinschaftserlebnis werden kann, demonstrierte Fujifilm mit der Präsentation seiner Order-it-ultimate-Station. Sie bringt „Kreativteams“ an einen Tisch, auf dem sich auf einem überdimensionalen Touchscreen-Display per Fingerzeig Bilder zusammenstellen, verkleinern, vergrößern oder auch mit Effekten versehen und in individualisierte Fotoprodukte einfügen lassen. Nicht nur das Design ist absolut futuristisch – die aktive Gestaltung über ein großes Display fesselt und wird zu einem Erlebnis.

Order-it-ultimate kann aber noch sehr viel mehr. So lässt sich das Display – je nach integrierter Software – auch als Verkaufshilfe von Kameras oder anderen Fotoprodukten nutzen. Mit dieser Idee bringt Fujifilm das viel diskutierte Thema vom Einkaufserlebnis im Einzelhandel im wahrsten Sinne des Wortes auf den Tisch. Ein erstes Modell, des auf der Surfaceplattform von Microsoft basierenden Systems erwies sich für die Besucher des Business Forums Imaging als wahrer Publikumsmagnet, den jeder gern streicheln wollte und der kaum einen unberührt ließ.

photokina 03 / 2012

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