In unserer Reihe "Fotografieren, das schönste Hobby der Welt" erzählen uns Hobby- und Profifotografen wie sie das Fotografieren für sich entdeckt haben. Den Anfang hierzu macht der Mannheimer Fotograf Matthias Butz.

Matthias, wie bist Du zur Fotografie gekommen? 

Zur Fotografie bin ich auf einem eher ungewöhnlichen Wege gekommen – mir war langweilig. Ich war vor einigen Jahren noch in der IT in unterschiedlichen Projekten im Einsatz und habe die Zeit, die man zwangsweise in Hotelzimmern verbringt, dafür genutzt, mich mit Photoshop zu beschäftigen. 

Jetzt braucht man zum Bearbeiten von Bildern und dem Erstellen von Composings natürlich auch Fotos und man kann nicht alles mit Stock-Material umsetzen. Es mussten Fotos her und diese erstellt man am besten selbst. Das war zumindest meine Ansicht zu dieser Zeit. Daraufhin habe ich mir eine Einsteigerkamera gekauft (die Sony A33 mit ein paar Objektiven) und mich deutlich mehr mit dem Thema beschäftigt. 

Hier im Übrigen eines meiner ersten Photoshop-Werke aus dem Jahr 2010 – seither hat sich schon einiges getan.

Klar war es interessant zu fotografieren, doch dies war noch nicht der Startschuss für meinen heutigen kommerziellen Weg. Ich hatte zwar schon darüber nachgedacht irgendwann hiermit Geld zu verdienen, doch davon war ich noch weit entfernt – das dachte ich zumindest. 2012 fotografierte ich meine erste Hochzeit, die der Startschuss für meine Fotokarriere sein sollte. Denn im Folgenden Jahr darauf war ich komplett ausgebucht und seither fotografiere ich zwischen 12 und 18 Hochzeiten pro Jahr. 

Welchen Stellenwert hat das Fotografieren für Dich

Die Fotografie ist mein Beruf und auch wenn ich als Quereinsteiger zur Fotografie gekommen bin, verdiene ich damit Geld. Doch das war nie mein Antrieb. Ich will nicht fotografieren, um Geld zu verdienen. Mir ist es viel wichtiger, mit welchen Menschen sie mich schon zusammengebracht hat. Welche tollen Erlebnisse ich schon hatte, nur weil ich fotografiere. Die Fotografie eröffnet mir nicht nur einen neuen Blick auf die Welt, sondern auch die Möglichkeit, an Orte zu kommen, von denen ich nicht einmal wusste, dass sie existieren. 

Welche Tipps würdest Du einem/r Foto-einsteiger/in geben?

Fotografie ist schwer, aber auch ein geniales Erlebnis. Etwas selbst zu erschaffen oder die Welt mit seinen Augen zu zeigen, ist mit Fotos am einfachsten. Doch viele versteifen sich auf die komplett falschen Themen. Es ist nicht wichtig, welche Kamera man hat. Es ist nicht mal wichtig, ob man Talent hat oder nicht. Wichtig ist das Durchhaltevermögen. Jeder hat einmal klein angefangen. Ihr seht selbst, was ich am Anfang gemacht habe und wo ich heute stehe. Heute bekomme ich zu hören „da muss man ein Auge für haben“ oder „du bist ein talentierter Fotograf“. Ganz ehrlich? Nein das bin ich nicht. Das ist lediglich eine Kombination aus Training und Durchhaltevermögen. Das Erlernen der Fotografie ist heutzutage so einfach wie noch nie. Was viele allerdings vergessen, ist wirklich das Fotografieren: Einfach die Kamera nehmen und mit dem was man hat, die besten Fotos machen. 

Was sind DeineLieblingsmotive?

Ich bin Menschenfotograf. Überwiegend Paare und Hochzeiten. Ja, ab und an ist auch mal eine Landschaft dabei, doch ich bin ein sehr kommunikativer Mensch. Ich mag es, Bilder mit anderen Leuten gemeinsam zu erstellen und in jedem Menschen neue Möglichkeiten zu sehen. Diese Vielseitigkeit macht für mich das Fotografieren von Menschen aus. Deshalb bin ich Fotograf geworden. 

Wie sich seine Arbeit inzwischen entwickelt hat, sehen Sie unter https://matthiasbutz.com/portfolio/