Barbara Fichtner ist über Freunde zur Fotografie gekommen

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© Barbara Fichtner, Nichtschwimmer

In der bundesweiten Endausscheidung von „Blende 2015“ belegte Barbara Fichtner den 12. Platz. Seit nunmehr fünf Jahren geht sie ambitioniert der Fotografie nach. Sie scheut hier auch nicht die zeitaufwändige Bildbearbeitung, die für sie ein Hobby im Hobby darstellt. Durch die Fotografie ist sie an keine Zeit und kein Wetter gebunden, was man ihren Bildern durchaus ansieht.

Sie haben sich mit der Aufnahme „Nichtschwimmer“ für ein beliebtes Motiv der Architekturfotografie entschieden – was war Ihr Ansporn für dieses Motiv?

Das Foto „Nichtschwimmer“ entstand auf einer Lost Place Fototour in Berlin Steglitz. Die Tour habe ich zusammen mit meiner Freundin gemacht, die im Blende Wettbewerb den 113. Platz gemacht hat. Es war eine der letzten Touren an denen man dieses wunderschöne Gebäude besichtigen konnte. Ich habe vorher schon Bilder davon gesehen und wollte selbst einmal dorthin. Natürlich wollte ich mein ganz eigenes Foto machen.

Welche Schwerpunkte haben Sie für die Aufnahme „Nichtschwimmer“ gelegt?

In der 1. Etage der Schwimmhalle habe ich die für mich beste Stelle gefunden. Ich habe meine Kamera auf ein Stativ gesetzt, mittig zum Raum ausgerichtet, alles eingestellt und hatte „mein“ Foto. Natürlich gehört die Bildbearbeitung auch noch dazu, um aus einem schönen Foto, ein perfektes Bild zu machen. Ich habe dann noch die stürzenden Linien beseitigt und noch etwas mehr Kontrast ins Bild gebracht.

Sie fotografieren seit 2011. Wie sind Sie zur Fotografie gekommen und was begeistert Sie daran?

Zu dem Hobby Fotografie bin ich durch meine Freunde gekommen. Ich habe von denen zu Weihnachten deren alte Nikon D40x bekommen und ab da hat es mich gepackt. Ich wollte unbedingt die Technik einer Spiegelreflexkamera beherrschen. Ich habe mir Bücher und Zeitschriften gekauft und Fotokurse besucht. Seither fotografiere ich eigentlich alles was mir gefällt.

Haben Sie fotografische Schwerpunkte?

Ich fotografiere außer Architektur auch gerne in der Natur, gern dann mit Langzeitbelichtung. Makrofotografie finde ich ganz spannend, aber auch Tabletopfotografie. Nicht zu vergessen ist die Bildbearbeitung, das ist das Hobby im Hobby.

Was begeistert Sie speziell an unserem Fotowettbewerb “Blende”?

Der Anreiz am Blende-Wettbewerb teilzunehmen ist für mich, das ich entsprechend zum Thema auf Motivsuche gehen kann.

Portfolios 04 / 2016

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5 Kommentare

Die Diskussionen um digitale Bildbearbeitung scheinen nie enden zu wollen. Ich verstehe die Kritiker nicht. Bildbearbeitung eröffnet aus meiner Sicht doch unendlich viele Möglichkeiten und warum sollte man diese nicht nutzen? Wir wären doch ganz schön blöd wenn wir die Bildbearbeitung links liegen lassen würden. Und wo fängt Bildbearbeitung an und wo hört sie auf? Wenn ich in meiner Kamera einen Filter nutze dann ist das doch auch schon Bildbearbeitung? Gruß Renate

von Renate
25. April 2016, 09:57:44 Uhr

Hallo Herr Heesmann, an erster Stelle steht für die Blende-Jury das Motiv und wie es vom Fotografen in Szene gesetzt wurde. Fotografien, die eine Geschichte erzählen und die emotional ansprechen, sind mehr im Blickfang als jene, die diese Zutaten nicht mitbringen. Entscheidet sich der Fotograf dazu, Bildbearbeitung einzusetzen, so ist dies sein gutes Recht. Entscheidend ist hier für die Blende-Jury, dass die Bildbearbeitung kein Selbstzweck ist. Gruß Prophoto-Team

von Prophoto-Team
25. April 2016, 08:05:25 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren, Ihre Einführung zur Hobby-Fotografin Barbara Fichtner...Zitat: "Sie scheut hier auch nicht die zeitaufwändige Bildbearbeitung, die für sie ein Hobby im Hobby darstellt. "Zitat-Ende" Ich begreife es immer mehr, als das jene Teilnehmer Vorteile im Wettbewerb haben, je perfekter sie ein Bildbearbeitungsprogramm beherrschen....! Ehrlicher wäre es dann, wenn eine Jury die Bildbearbeitung bewertet, denn das Motiv! Mit freundlichem Gruß Horst Heesmann

von Horst Heesmann
24. April 2016, 18:24:53 Uhr

Hallo Herr Strang, betrachtet man die Siegerbilder von "Blende 2016" und den Jahrgängen zuvor, dann wird man feststellen, dass es oftmals Nuancen sind, die über die Platzierung entscheiden. Bei "Blende 2016" wurden zwei Aufnahmen ausgezeichnet, bei denen es sich um das gleiche Motiv handelt. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist das erstmalig in der Geschichte von "Blende" der Fall gewesen. Wie unterschiedlich man ein und das selbe Motiv festhalten kann zeigen beide Bildautoren die sich diesem gestellt haben. Beide Aufnahmen unterscheiden sich nicht nur vom Kamerastandpunkt her sondern auch in der Farbgebung und Lichtstimmung. Gruß Prophoto-Team Ihr Prophoto-Team

von Prophoto-Team
20. April 2016, 15:15:34 Uhr

Hier sehe ich eine von mehreren Ungereimtheiten meinerseits. Hier werden fast zwei identische Fotos mit einem derart großem Platzierungsunterschied in der Wertung berücksichtigt. Für mich ist das wirklich nicht nachvollziehbar

von René Stang
20. April 2016, 12:43:57 Uhr

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