Dominik Geisler - Fotografie heißt Entspannung vom beruflichen Alltag

Dominik Geisler
Dominik Geisler
Dominik Geisler überzeugte in der bundesweiten Endausscheidung von „Blende 2014“ die Juroren mit seiner Farbaufnahme „Tanz in Rot!“, die er zum Thema „Die Farbe Rot“ eingereicht hatte. Ausgezeichnet wurde er mit dem 23. Platz. Wir haben bei Dominik Geisler nachgefragt, wie er zur Fotografie gekommen ist und was sie für ihn bedeutet.

Sie fotografieren erst seit kurzer Zeit, seit 2013 – wie sind Sie zur Fotografie gekommen?

Vor meiner beruflichen Veränderung zum Polizeibeamten hatte ich bereits viel mit Mediendesign und Printprodukten zu tun. Oft benötigte ich für Flyer und Poster Bilder von externen Anbietern. Ich entschloss mich irgendwann dazu, einfach selbst Bilder zu fertigen, habe eine DSLR Kamera gekauft und drauf los fotografiert. Das hat mir so viel Spaß bereitet, dass mich die Fotografie zunehmend fesselte und das Mediendesign in den Hintergrund rückte.

Aus heutiger Sicht könnte man Sie als Späteinsteiger bezeichnen – spielte die Fotografie in Ihrer Familie keine Rolle?

© Dominik Geisler, Tanz in Rot!
© Dominik Geisler, Tanz in Rot!
„Keine Rolle“ kann man so nicht sagen. Mein Vater ist schon sehr technikaffin, meine Mutter hat früher im Urlaub schon auch mehr als alle anderen fotografiert – trotzdem würde ich sagen, bin ich in der Familie der einzige, der das etwas professioneller betreibt.

Was begeistert Sie an der Fotografie?

Ich bin nicht nur begeistert von der Fotografie – sondern auch die Nachbearbeitung liebe ich. Einem Foto seinen eigenen Stil zu verpassen und es so zu einem Bild zu machen, finde ich faszinierend. Ich mag es, mit Leuten, welche vor der Kamera stehen zu arbeiten, zu reden, gemeinsam die Ergebnisse zu bewundern und meine Fotos der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Sehen Sie die Fotografie als wertvollen Ausgleich zu Ihrer sicherlich sehr anstrengenden Arbeit als Polizist?

© Dominik Geisler
© Dominik Geisler
Auf jeden Fall! So ein Wochenende voller Demonstrationen und anderen Einsätzen kann schnell anstrengend und belastend sein. Da ist das Fotografieren an einem schönen Sommertag mit einem schönen Modell doch sehr, sehr ausgleichend.

Ihre Aufnahme „Tanz in Rot!“, mit der Sie bei „Blende 2014“ erfolgreich waren, ist inszeniert. Wie sind Sie auf diese Bildidee gekommen?

Diese Bildidee war schnell geboren, als mich eine bekannte „Modern Dance“-Tänzerin fragte, ob ich Bilder in einem schönen Kleid von ihr machen wollen würde. Ich wollte unbedingt das schöne Kleid/Tänzerin vor eine alte, dreckige Location bringen, um so einen guten Gegensatz im Bild zu erreichen.

Wie lange hat das Fotoshooting gedauert und wie fühlte sich Ihr Model danach – es hatte doch bestimmt Muskelkater?

© Dominik Geisler
© Dominik Geisler
Ich glaube wir haben nicht mal mehr als eine Stunde benötigt und da das Model ganz gut trainiert war, hielt sich der Muskelkater in Grenzen. Da muss ich nochmal nachfragen ;)

Was können Sie aus eigenen Erfahrungen all jenen empfehlen, die sich der inszenierten Fotografie hingeben möchten?

Da hab ich genau drei Worte: Probieren, probieren, probieren. :)

Sehen Sie in der inszenierten Fotografie Ihren fotografischen Schwerpunkt?

© Dominik Geisler
© Dominik Geisler
Nein, überhaupt nicht. Das war damals für mich eine Art Test und natürlich hat es Spaß gemacht. Ich sehe meinen Schwerpunkt aber jetzt voll und ganz in der Portraitfotografie mit natürlichem Licht.

Sie fotografieren mit einer Spiegelreflexkamera – warum haben Sie sich für die Spiegelreflextechnologie entschieden?

Qualitativ war für mich eine DSLR lange das Nonplusultra. Klar, mittlerweile gibt es z.B. von Sony tolle spiegellose Kameras. Ein Systemwechsel lohnt sich für mich aktuell aber nicht.

Heute ist vielfach zu lesen, dass Kameras in der Bedienung kompliziert sind – sehen Sie das auch so?

© Dominik Geisler
© Dominik Geisler
Nein. Wer wirklich mit seiner Kamera etwas erreichen möchte, wird mit Video-Tutorials, Büchern, etc. überhäuft und kann sich überall und jederzeit fortbilden und informieren.

Fotografieren Sie auch mit dem Smartphone und wenn ja, kann es Ihre Spiegelreflexkamera ersetzen?

Ja, ich mag mein iPhone um unterwegs hin und wieder einen schönen Schnappschuss zu erstellen. Allerdings sind iPhone und DSLR zwei unterschiedliche Welten. (Schärfe, Dynamik, Tiefenschärfe)

Was war Ihre Motivation, bei „Blende“ den Wettstreit und die Herausforderung anzunehmen?

© Dominik Geisler
© Dominik Geisler
Ich wollte einfach mal wissen, wie meine Bilder auch außerhalb von Facebook und Portfolio bei der Öffentlichkeit ankommen.

Was begeistert Sie speziell an unserem Fotowettbewerb „Blende“?

Wie eine Frage zuvor genannt, ist es super toll mal anderen Leuten seine Bilder zu präsentieren und so Feedback zu erhalten.

Portfolios 06 / 2015

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