Ernst Hobscheidt

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Wichtig ist das Sehen eines Motivs

Ernst Hobscheidt ist mit der Aufnahme „Da stehen ja wieder Fotografen“ ein Sonntagsschuss gelungen, mit dem er bei „Blende 2015“ zur thematischen Vorgabe „Schnappschuss – Ich war dabei“ den Wettstreit und die Herausforderung suchte. Und er war mit seinem Basstölpel überaus erfolgreich, belegte er in der bundesweiten Endausscheidung von „Blende 2015“ den 4. Platz. Ernst Hobscheidt ist ambitionierter Fotograf durch und durch. Er ist Mitbegründer des Fotoclubs „Blende78 Paderborner Fotofreunde e.V.“ und findet es eine Bereicherung, gemeinsam mit Gleichgesinnten sich auf Fototouren zu begeben. Er wünscht sich, dass seine Gesundheit noch ganz lange mitspielt – solange er die Kamera mit den Objektiven halten kann, wird er sich niemals aufhalten lassen bei seiner fotografischen Jagd nach Motiven.

Sie haben mit Ihrer Aufnahme ein ganz besonderes Motiv der Tierfotografie festgehalten – Was war Ihr Ansporn für dieses Motiv?

Wir waren mit mehreren Fotografinnen und Fotografen auf der Insel Helgoland. Unser Vorhaben war auf dieser Insel die Basstölpel, Lummen und die Robben zu fotografieren. Da wir 5 Tage auf dieser Insel verbrachten, hatten wir genügend Zeit alle Motive abzudecken. Zwei Tage hatten wir uns schon mit dem Basstölpel beschäftigt. Am dritten Tag wollten wir Flugstudien fotografieren. Dieses kann man auf dem Lummenfelsen sehr gut durchführen. Die Vögel kommen aus allen Richtungen und durch das mitziehen der Kamera, kann man sehr schöne Perspektiven festhalten. Mein Foto „Da stehen ja wieder Fotografen“ ist ein reiner Schnappschuss. Das Bild habe ich erst zu Hause auf dem PC gesehen. Da war natürlich Glück im Spiel! Vorbereitung gab es nicht. Es war ein reiner Zufall.

Was begeistert Sie selbst an Ihrer Aufnahme „Da stehen ja wieder Fotografen“?

Mich begeistert es, da mir so ein Schnappschuss gelungen ist und, dass auch andere Personen von diesem Foto begeistert sind.

Gehen Sie der Fotografie alleine nach oder tauschen Sie sich darüber mit Freunden aus?

Ich gehe nicht gerne alleine zum Fotografieren. Im September habe ich den Fotoclub „Blende78 Paderborner Fotofreunde e.V.“ mit Gleichgesinnten gegründet. Dieser Fotoclub besteht immer noch und hat über 40 Mitglieder. 2008 habe ich auf der Internet Plattform eine Interessengemeinschaft das Fotoforum OWL gegründet. Das letzte Projekt ist in Paderborn die Interessengemeinschaft „Fotokreis Paderborn“. Uns ist es in der Gemeinschaft immer wichtig, regelmäßige Bildbesprechungen durchzuführen und sehr viele Fotoaktivitäten zu planen und zu realisieren. Einblicke in die Aktivitäten des Fotokreis Paderborn gibt unser Homepage http://www.fotokreis-paderborn.de. Hier veröffentlichen wir auch regelmäßig Beiträge von PROPHOTO.

Was war das für Sie für ein Gefühl, als Sie die Nachricht erreichte, dass Sie in der bundesweiten Endausscheidung von „Blende 2015“ den vierten Platz erreicht haben?

Ich bin von Frau Kerstin Heyde vom Westfälischen Volksblatt informiert worden. Natürlich war ich begeistert. Man muss sich einmal die Zahl vorstellen! 80.000 Fotos wurden eingereicht und dann der 4. Platz.

Sie geben an, seit 1978 zu fotografieren. Wie sind Sie zur Fotografie gekommen und was begeistert Sie bis heute daran?

Da mein Vater auch schon fotografiert hat, bin ich sehr schnell zu diesem Hobby gekommen. Mich hat damals schon die Entwicklung von schwarzweiß Filmen und das Ausarbeiten der Bilder im Badezimmer begeistert. Später dann auch in Farbe und vom Dia.

Haben Sie eine besondere Vorgehensweise oder Rituale beim Fotografieren?

Bei bestimmten Aufnahmen muss man eine Vorgehensweise haben. Besonders beim Stillleben und in der Makrofotografie. Sicherlich gibt es noch mehr Projekte. Aber sonst ziehen wir in der Gemeinschaft los und suchen uns die Motive. Wichtig ist das Sehen eines Motivs.

Wo sehen Sie Ihre fotografischen Schwerpunkte?

Ich fotografiere alles von A-Z, aber mein Schwerpunkt ist die Architektur und die Natur von der Makrofotografie über Landschaften bis hin zu Tieren. Auch die Reisefotografie begeistert mich – hier besonders Indien.

Was fasziniert Sie besonders an der Fotografie?

Das ist mein Hobby und der Ausgleich den ich brauche, auch als Rentner. Man freut sich immer wieder an einem schönen Motiv und an Fotowettbewerben.

Sie fotografieren mit einer Spiegelreflexkamera. Wie stehen Sie der Fotografie mit dem Smartphone gegenüber?

Nun, ich fotografiere auch mit dem Smartphone. Mit dieser Technik kann man schnelle Situationen in der Familie oder in einer Gruppe festhalten. Aber für die richtige Fotografie taugt das nicht. Da greife ich doch zu meinen Objektiven und zu der Spiegelreflexkamera.

Was denken Sie über die Aufzeichnungstechnologie wie 4K und die Möglichkeit hochauflösende Standbilder aus Videomaterial herauszuziehen?

Warum nicht? Vor dreißig Jahren hätte auch keiner geglaubt, dass wir ohne einen Film fotografieren können. Also weiter mit der Technik!

Eine Streitfrage ist immer wieder das Thema Bildbearbeitung. Wie stehen sie dazu? Wie wichtig ist für Sie ein guter/professioneller Umgang mit Programmen wie Photoshop oder Lightroom?

Natürlich brauchen wir ein Bearbeitungsprogramm für unsere Aufnahmen. Von dem Programm Photoshop halte ich nichts. Für mich ist das ein Profi-Programm. Das ist wie bei dem Programm Excel, wer kann mit diesem Programm zu 100% umgehen? Keiner, die meisten beherrschen es zu 5% und das ist mit Photoshop genauso. Lightroom finde ich gut. Ich arbeite mit ACDSee und damit kann man auch für wenig Geld alles abdecken. Die Fotografie ist immer noch wichtiger. Beim Fotografieren sollte man schon auf die Bildaussage und auf den Bildaufbau achten, dann braucht man auch nicht mehr viel bearbeiten.

Was ist Ihre Motivation an Wettbewerben wie „Blende“ teilzunehmen und was begeistert Sie speziell an unserem Fotowettbewerb „Blende“?

Dieser Wettbewerb begeistert mich immer wieder. Und ich warte schon auf den nächsten Zeitungswettbewerb „Blende 2016“. In meinem Hobbyraum strahlen mich auch immer meine 11 Medaillen von den „Blende“-Wettbewerben an, bei denen ich erfolgreich war. Wenn das nicht Motivation ist.

Welchen Tipp können Sie Ihren Mitstreitern für “Blende” geben?

Ein wichtiger Tipp ist es immer wieder bei Fotowettbewerben mitzumachen. Auch wenn man keine Platzierung hat, immer weiter machen. Man kann bei jedem Fotowettbewerb nur dazu lernen – auch, bei der „Blende“.

Portfolios 05 / 2016

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