Johnny C. Krüger

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Johnny C. Krüger

Fotografie verbindet

Johnny C. Krüger, der Fotograf für alle „Felle“ hat mit seiner Aufnahme „Foxtrott“ den 3. Platz in der bundesweiten Endausscheidung von „Blende 2015“ belegt. Er reichte seine Aufnahme zur thematischen Vorgabe „Tierisches – Tierisch gut“ ein. Der im baden-württembergischen Warthausen lebende Betriebswirt ist ein Naturmensch, der bereits seit 1980 fotografiert. Er schätzt den Austausch mit anderen Fotografen und vor allem fasziniert ihn, wie sehr die kreative Leidenschaft Menschen verbinden kann und, dass er dadurch sehr viele tolle Freundschaften schließen konnte.

Das Motiv mit den beiden tanzenden Füchsen scheint eine ganz besondere Situation festzuhalten. Was war der Ansporn für die Aufnahme?

Tiere liegen mir seit je her sehr am Herzen und daraus entwickelte sich eine große fotografische Vorliebe und damit eng verbunden auch der Tierschutz. Gerade die leider stark gejagten Füchse liegen mir hier in Deutschland sehr am Herzen. Ich kann nur vermuten, dass die meisten Menschen nicht viel über diese Tiere wissen. Sie sind sehr sozial, sehr anmutig und sehr wichtig für unser ökologisches Gleichgewicht – umso wertvoller für mich, wenn solche emotionale Bilder gelingen.

Spielte der Zufall eine Rolle bei Ihrem Siegerfoto „Foxtrott“ oder haben Sie viel Vorbereitung in die Aufnahme gesteckt?

Bei allen Tierbildern ist ein Großteil von beiden Kriterien enthalten. Der Fotograf sollte sich aber gut über die Tierart bzw. deren Vorlieben informieren und die Aufnahme bzw. Aufnahmeort entsprechend vorbereiten.

Was begeistert Sie selbst an Ihrer Aufnahme „Foxtrott“?

Ich bin immer noch sehr berührt von dem Bild, da für mich das Bild durch die niedliche Interaktion der Füchse und die Umgebung sowie Licht stimmig ist.

Gehen Sie der Fotografie alleine nach oder tauschen Sie sich darüber mit Freunden aus?

Ich bin Mitglied beim Laupheimer Fotokreis, den Fotofreunden Biberach sowie dem AKF Kaufbeuren. Ich denke, es ist sehr wichtig, sich auszutauschen somit immer ein bisschen mehr zu erfahren über die Fotografie. Wissen, Neugierde und Leidenschaft sind für mich wichtiger noch als die Technik mit der die Aufnahmen entstehen.

Was war das für Sie für ein Gefühl, als Sie die Nachricht erreichte, dass Sie in der bundesweiten Endausscheidung von „Blende 2015“ den dritten Platz erreicht haben?

Die Freude war sehr groß und wer gewinnt nicht gerne bei einem so bekannten und großen Wettbewerb? Es ist eine große Anerkennung und es motiviert ungemein.

Sie geben an, seit 1980 zu fotografieren. Wie sind Sie zur Fotografie gekommen und was begeistert Sie bis heute daran?

Es war damals wie heute die Faszination an der Technik und die kreativen Möglichkeiten, die sich daraus ergeben.

Wo sehen Sie Ihre fotografischen Schwerpunkte?

Tierfotografie und „Fantasy”, also Portraitfotografie mit einer Geschichte.

Welches Motto würde Ihre fotografischen Ziele und Ambitionen beschreiben?

Learning by doing and never give up the process of learning!

Sie fotografieren mit einer Spiegelreflexkamera. Wie stehen Sie der Fotografie mit dem Smartphone gegenüber?

Ich bin überzeugt, dass jede Art der Fotografie ihr spezielles Equipment erfordert. So hat das Smartphone hier auch seine Berechtigung, denn es dient der schnellen Dokumentation von persönlichen Erlebnissen.

Was denken Sie über die Aufzeichnungstechnologie wie 4K und die Möglichkeit, hochauflösende Standbilder aus Videomaterial herauszuziehen?

Es ist eine interessante Entwicklung, welche sicherlich ein technischer Fortschritt bedeuten könnte. Dieses ersetzt aber nicht den Fotografen, denn das Bild entsteht für mich im Kopf und die Kamera erledigt lediglich die Aufzeichnung.

Eine Streitfrage ist immer wieder das Thema Bildbearbeitung. Wie stehen sie dazu? Wie wichtig ist für Sie der Umgang mit Programmen wie Photoshop oder Lightroom?

Eigentlich dürfte es hierüber keinen Streit geben, denn die Kunst ermöglicht jedem seine Werke so zu gestalten wie er es eben kann. Das Endprodukt zählt letztendlich. Ein „aufgepimptes“ schlechtes Bild wird dadurch kein gutes Bild, aber warum nicht einem guten Bild noch den letzten Schliff geben. Viele derer, die so gegen Photoshop sind, sind leider auch oftmals diejenigen, die grobe Veränderungen an der Natur in Kauf nehmen, weil Objekte im Bild stören (ich habe schon gesehen, wie junge Bäume herausgerissen oder Äste achtlos abgerissen wurden). Dann doch bitte lieber mit Photoshop.

Was ist Ihre Motivation, an Wettbewerben wie Blende teilzunehmen und was begeistert Sie speziell an unserem Fotowettbewerb?

Die Teilnahme an Wettbewerben ist vor allem eine Möglichkeit festzustellen, wie die eigene Arbeit von Anderen wahrgenommen wird. Wettbewerbe sind ein Instrument seine fotografische Arbeit zu verfeinern

Welchen Tipp können Sie Ihren Mitstreitern für “Blende” geben?

Weiter machen!

Portfolios 05 / 2016

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