Marianne Schlüter - Die Fotografie ist Leidenschaft und Motor

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Marianne Schlüter wurde in der bundesweiten Endausscheidung von „Blende 2016“ mit dem 1. Platz für Ihre Aufnahme „Lieblingsbeine“, eingereicht zur thematischen Vorgabe „Beine aller Art“, ausgezeichnet. Wir haben interessiert nachgefragt, wer hinter der Aufnahme steckt. Geboren wurde Marianne Schlüter in Neuss am 16.11.1934. Ihre ersten fotografischen Gehversuche machte sie als blutige Anfängerin und Spätzünderin 2007, nachdem sie den „Unruhestand“ erreicht hatte. Die erste Kamera war die Canon Power Shot G3. Aktuell fotografiert Marianne Schlüter mit einer Vollformatkamera von Canon. Ein Stativ ist für die „Blende“-Preisträgerin zu 90% unbedingt notwendig, unterstützt es sie bei der Bildgestaltung und Schärfeplatzierung. Da die Canon 5D Mark III und die Objektive ein erhebliches Gewicht haben, liebäugelt Frau Schlüter schon seit einem Jahr mit dem Gedanken, eine kleinere Kamera zu kaufen.

  1. Was war es für ein Gefühl, als Sie die Nachricht erreichte, dass Sie in der bundesweiten Endausscheidung von Blende 2016 den ersten Platz belegt haben?

    Die Nachricht über meinen Sieg bei der bundesweiten Endausscheidung von „Blende 2016“ erreichte mich unvorbereitet wie ein Kugelblitz. Ich dachte, der Wettbewerb wäre schon längst abgeschlossen. Die erste Woche konnte ich es kaum glauben, als der Brief von Prophoto eintraf, schwebe ich auf Wolke sieben, was immer noch der Fall ist.

  2. Sie haben die thematische „Blende“-Vorgabe „Beine aller Art“ auf ganz besondere Art mit Ihrer Aufnahme „Lieblingsbeine“ umgesetzt. Was war Ihr Ansporn für dieses Motiv?

    Als ich von dem Thema „Beine aller Art“ erfuhr war mein Ehrgeiz geweckt. Ziel der Ideenfindung war es, eine Aufnahme einzureichen, die einzigartig ist. Augenmerk waren für mich klare Strukturen und die Konzentration auf das Wesentliche. Nichts sollte von den Beinen ablenken. Die Lieblingsbeine entstanden in einem Studio mit Modelsharing. Das Model war eine junge Anfängerin, die jedoch super mitgemacht hat. Sie hat auch ein sehr schönes Gesicht und wundervolle Haare, nicht nur elegante Beine. Das Foto gehört zu meinen Lieblingsbildern.

  3. Ihre Aufnahme „Lieblingsbeine“ erweckt den Eindruck, dass Sie alles exakt durchgeplant haben. Wie viele Anläufe waren notwendig, bis Sie die Aufnahme so um Kasten hatten?

    Ich hatte eine Bildidee und dann ging es an die Umsetzung. Zig Aufnahmen waren notwendig, denn es sind am Ende Kleinigkeiten, die über die Bildwirkung entscheiden. Das Herantasten macht für mich auch den Reiz an der Fotografie aus.

  4. Was war für Sie die größte Herausforderung bei dieser Aufnahme, bis Sie Ihr Motiv so im Kasten hatten?

    Das größte Fragezeichen war, ob sich meine Bildidee auch wirklich so wirkungsvoll umsetzen lässt wie sie meiner Vorstellung entsprach. Natürlich kam es bei meiner Aufnahme „Lieblingsbeine“ auf eine perfekte Lichtsetzung an, die meine Intention unterstützt.

  5. Sie fotografieren erst seit rund 10 Jahren – wie sind Sie zur Fotografie gekommen?

    Die Fotografie begeistert mich schon immer doch mir fehlte die Zeit, ihr selbst aktiv nachzugehen. Erst mit meinem „Unruhestand“ habe ich die Zeit für die Fotografie gefunden. Heute bedauere ich, mir nicht früher schon die Zeit für die Fotografie genommen zu haben, denn sie ist Lebenselixier auch durch die Gemeinschaft im Fotoclub.

  6. Was begeistert Sie an der Fotografie?

    Die Fotografie ist Motor und Leidenschaft für mich, um kreativ tätig zu sein.

  7. Woher beziehen Sie Ihre fotografischen Anregungen?

    Ich besuche Museen, um meinen Blick zu schärfen und Ideen zu sammeln, dafür kaufe ich jedes Jahr die Art-Card Düsseldorf. Zudem gehöre ich seit 2007 im BTC Fotoclub an. BTC Fotoclub Düsseldorf ist eine von mehreren Sparten des gemeinnützigen Vereins http://www.btc-sport.de/, der von meinem früheren Arbeitgeber 3M Deutschland unterstützt wird. Unser Fotoclub veranstaltet jedes Jahr einen virtuellen und normalen Fotomarathon. Am 24. Juni 2017 findet der 5. Düsseldorfer Fotomarathon übrigens statt. Unser Fotoclub ist Mitglied im Deutscher Verband für Fotografie und wir haben 67 Mitglieder.

  8. Wenn Sie ein fotografischer Einsteiger fragt, welches Kamerasystem er sich zulegen sollte, was würden Sie ihm raten?

    Wichtig ist, dass man die Kamera beherrscht, die zum Einsatz kommt und das man neugierig auf das fotografische Experiment ist. Dazu gehört auch, seine Kamera mit ihrem Funktionsumfang zu erobern. Wichtig ist zudem die Affinität zwischen Aufnahmegerät und einem selbst, denn sonst bleibt der Spaß auf der Strecke. Die Kamera ist letztendlich doch nur das Werkzeug. Liebäugelt man mit der Anschaffung einer Kamera, so bieten für mich die Kameras für Wechseloptik die größtmögliche fotografische Entfaltungsmöglichkeit.

  9. Wo sehen Sie Ihre fotografischen Schwerpunkte und was ist für Sie die größte Herausforderung?

    Mein Steckenpferd ist die Makrofotografie, die ich in letzter Zeit jedoch sehr wenig ausgeübt habe. Gerne fotografiere ich Architektur, Landschaft, Menschen und Details. Am liebsten tobe ich mich zu Hause am Lichttisch mit 2 Bauleuchten aus. Mit einigen Freunden aus dem Club mache ich aktuell Highspeed-Fotografie und Light-Painting, was unheimlich fesselnd ist.

  10. Seit wann suchen Sie bei Wettbewerben wie Blende den Wettstreit und was ist Ihre Motivation?

    Seit rund fünf Jahren nehme ich an Fotowettbewerben teil. Ich möchte wissen, wo ich mit meinen Bildern stehe. Zudem ist es ein zusätzlicher Ansporn, sich mit der Fotografie auseinanderzusetzen. Man hat ein Ziel. Ein Highlight für mich war die Goldmedaille bei der 80. Deutsche Fotomeisterschaft 2012 in Hannover für das Foto „Die scharfe Nudel.“ Es folgten einige kleinere Erfolge, zum Beispiel 2. Platz bei dem Fotowettbewerb „Ladies First in Düsseldorf“ für das Foto „Das Colorium á la Mondrian“. Bei dem 39. Deutschen Zeitungsleser-Fotowettbewerb „Blende 2013“ habe ich den 117. Platz mit dem Foto „Tiger bei der Seepferdchen Prüfung“ belegt und einen schönen Preis bekommen. „Lach!“ Es lohnt sich bei „Blende“ von Prophoto teilzunehmen.

  11. Was begeistert Sie speziell an unserem Fotowettbewerb Blende?

    Es sind die Themen und die Freiheit, wie man diese interpretieren kann.

  12. Welchen Tipp können Sie Ihren Mitstreitern für Blende geben?

    Kreativ sein und seine Bildideen in die Tat umsetzen. Sich Zeit nehmen, sicherlich die größte Herausforderung heute.

Portfolios 04 / 2017

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