Nico Sonnabend - Tierfotograf aus Liebe zur Natur

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Nico Sonnabend belegte mit seiner Aufnahme „Abflug …“, die er zu „Blende 2014“ zum Thema „In Bewegung“ einreichte, den 15. Platz in der bundesweiten Endausscheidung. Solch eine Aufnahme, wie sie Nico Sonnabend gelungen ist, ist kein Selbstläufer. Wir haben nachgefragt und stellen fest, dass Nico Sonnabend begeisterter Tierfotograf aus Liebe zur Natur ist.

Herr Sonnabend – Sie waren bei „Blende 2014“ mit Ihrer Aufnahme „Abflug …“ überaus erfolgreich mit dem 15. Platz in der bundesweiten Endausscheidung. Was begeistert Sie selbst an Ihrer Aufnahme?

An meiner Aufnahme begeistert mich die „eingefrorene“ Bewegung und die Spiegelung des startenden Erpels.

Die Vermutung liegt nahe, dass Sie Ihren fotografischen Schwerpunkt in der Tierfotografie sehen – ist dem so und wenn ja, worin liegt für Sie das Reizvolle?

Mein Schwerpunkt liegt ohne Frage in der Tierfotografie. Mein Wohnort liegt in einer für mich nicht sehr fotogenen Landschaft, sie besteht aus sehr viel Monokultur. Aus diesem Grund habe ich mich ziemlich schnell für die Tierfotografie entschieden. Ich möchte gerne die Tiere, die es schaffen, in solch einer Monokulturlandschaft zu überleben, den Leuten fotografisch näher bringen.

Tierfotografen müssen ja viel Geduld mitbringen – wie viele Anläufe mussten Sie unternehmen, bis sie die Aufnahme „Abflug …“ so im Kasten hatten?

Bei dieser Aufnahme ging es verhältnismäßig schnell. Ich musste lediglich vier Stunden ansitzen und da hatte ich eine Fotoserie von startenden Enten auf der Speicherkarte. Das Foto „Abflug…“ ist es dann schließlich geworden.

Welchen Tipp können Sie all jenen geben, die einen Enterich so gekonnt in Szene setzen möchten, wie es Ihnen gelungen ist?

Sie brauchen sehr viel Geduld und wenn der erste Tag nicht gleich zum gewünschten Ergebnis führt, dann sollte man am nächsten Tag die Fototasche nehmen und es nochmals probieren.

Was war es für Sie für ein Gefühl, als Sie die Nachricht erreichte, dass Sie in der bundesweiten Endausscheidung von „Blende 2014“ erfolgreich waren?

Ich habe mich sehr gefreut, als ich meinen Namen unter den Gewinnern gelesen habe.

Sie sind 29 Jahre alt und fotografieren seit sechs Jahren – wie sind Sie zur Fotografie gekommen?

Seit meiner Jungendzeit habe ich mich schon sehr für die Natur interessiert. Eigentlich wollte ich immer Dokumentarfilmer werden, doch dazu ist es nie gekommen. Als ich mein erstes Geld verdient habe, konnte ich mir meine erste Kamera kaufen und mit einer „Digitalkamera“ konnte ich die ersten Fotoversuche starten. Doch es dauerte nicht lange da habe ich gemerkt, dass die Ergebnisse nicht so waren wie ich es mir vorstellte. So folgten in den Jahren verschiedenste Kameras und schließlich bin ich bei digitalen Spiegelreflexkameras und verschiedensten Objektiven gelandet.

Was begeistert Sie an der Fotografie?

Das Abschalten vom Alltag, die einzigartigen Momente, die man in der Natur erleben kann und auf einem Bild festhält.

Haben Sie fotografische Vorbilder?

Vorbilder direkt habe ich nicht, aber ich bin in verschiedenen Foren unterwegs und schaue mir gerne Bilder von anderen Fotografen an, um mir Ideen zu holen und zu sehen, wie ich meinen Bildern meinen persönlichen Stil geben kann.

Welchen Tipp können Sie fotografischen Einsteigern geben?

Das Wichtigste ist, Sie müssen üben! Wenn Sie ihre Ausrüstung nicht kennen bzw. beherrschen, werden sie so gut wie nie eine brauchbare Aufnahme machen! Seine Sichtweise ändern, sich auch mal auf den Boden legen bzw. mal dreckig machen, um ein Foto zu bekomme, ist unumgänglich. Das Aller wichtigste ist wohl raus gehen in die Natur und aktiv fotografieren, damit man Erfahrung sammeln kann!

Seit wann suchen Sie bei Wettbewerben wie „Blende“ den Wettstreit und was ist Ihre Motivation?

Bei Wettbewerben bin ich noch gar nicht so lang dabei, seit zirka 2 Jahren versuche ich mein Glück. Ich möchte gern, dass man mit meinen Namen schöne, ansprechende Naturfotografie verbindet. Und es ist auch viel zu schade, seine Arbeit auf der eigenen Festplatte verstauben zu lassen.

Was begeistert Sie speziell an unserem Fotowettbewerb „Blende“?

Dass wir Amateur-/Hobbyfotografen eine Chance haben, unsere Arbeiten einem breiten Publikum zu zeigen.

Welchen Tipp können Sie Ihren Mitstreitern für „Blende“ geben?

Einfach Bilder einsenden und Daumen drücken.

Was sind Ihre fotografischen Ziele in naher Zukunft?

Ich würde mich freuen, wenn ich es schaffe, dass man mit meinem Namen schöne und ansprechende Naturfotografie verbindet.

Portfolios 05 / 2015

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