Ralf Beikirch - Ihn lässt die Fotografie seit 30 Jahren nicht mehr los

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Scharf zur Sache geht es in der Aufnahme „Red Hot Chili“, die Ralf Beikirch zur thematischen Vorgabe „Die Farbe Rot“ zu „Blende 2014“ einreichte. Sein fotografisches Können und seine Geduld bescherten ihm den 30. Platz in der bundesweiten Endausscheidung. Wir haben bei Ralf Beikirch nachgefragt, wie er zur Fotografie gekommen ist, was sie für ihn bedeutet und wie viele Anläufe notwenig waren, bis „Red Hot Chili“ im Kasten war.

Herr Beikirch, was war das für Sie für ein Gefühl, als Sie die Nachricht erhielten, dass Sie bei „Blende 2014“ in der bundesweiten Endausscheidung den 30. Platz belegen?

Ich war überwältigt von dem Ergebnis. Mein Gedanke war vorher, vielleicht schaffst du es wieder mal zwischen den 80. und 100.Platz. Aber den 30. Platz…wow.

In Ihrer Aufnahme geht es ja scharf zur Sache – was waren die Zutaten für diese gelungene Aufnahme?

Die Zutaten waren eine EOS 50D, Stativ, zwei Blitze, Aquarium, viel Wasser, Chilischoten und Geduld.

Welchen Tipp können Sie all jenen geben, die künftig Ihre Motive auch so gekonnt wie Sie in Szene setzen möchten?

Man muss sich viel Wissen aneignen – egal, ob über Schulungen oder autodidaktisch. Zeit und Geduld sind auch wichtige Faktoren. Und am allerwichtigsten meiner Meinung nach ist … man muss Spaß an der Sache haben.

Wie viele Anläufe waren denn notwendig, bis Sie die Aufnahme so im Kasten hatten?

Ja, da sind wir bei der Zeit und Geduld. Die Aufnahme wurde ohne Lichtschranke gemacht. Ich habe die Chilis X-mal (gefühlte 100 Mal) ins Wasser fallen lassen und nach Gefühl abgedrückt, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war.

Was begeistert Sie selbst an Ihrer Aufnahme „Red Hot Chili“?

Dass nach den vielen Versuchen einfach eine schöne und stimmige Aufnahme entstanden ist, mit einer guten Schärfe. Und jetzt natürlich, dass sie den 30. Platz bundesweit belegt.

Nach Ihren Aussagen fotografieren Sie seit rund 30 Jahren – wie sind Sie zur fotografie gekommen?

Die Fotografie weckte schon immer Interesse in mir. Bin dann mal eher zufällig an eine gebrauchte und damals günstige Spiegelreflexkamera gestoßen. Ab da nahm das Schicksal Fotografie seinen Lauf und ließ mich nicht mehr los.

Was fasziniert Sie an der Fotografie und was sind Ihre Beweggründe, warum Sie Fotografieren?

All die immensen Möglichkeiten, die die Fotografie bietet und auch die Bildbearbeitung im Nachhinein. Es ist die Leidenschaft für dieses kreative Hobby und deren Ergebnis… ein einfach schönes Bild.

Sie fotografieren aktuell mit einer Spiegelreflexkamera – Was war Ihre erste Kamera und warum haben Sie sich für die Fotografie mit der Spiegelreflextechnologie entschlossen?

Meine erste Kamera war, glaube ich, eine Pocketkamera von AGFA. Für die Spiegelreflex sprachen natürlich viele Dinge (von den Kosten mal abgesehen). Objektivwechsel, Blitz, entfesselt blitzen, Lichtstärke.

Heute ist vielfach zu lesen, dass die Bedienung von Kameras schwer sei – stimmen Sie dem zu?

Nein, also ich habe zumindest keine Probleme damit.

Welchen Tipp können Sie denjenigen geben, die die Fotografie gerade für sich entdecken?

Grundwissen aneignen, viel fotografieren und sich durch Rückschläge nicht entmutigen lassen.

Wo sehen Sie Ihre fotografischen Schwerpunkte?

Menschen (Porträt) und Digiart.

Was war Ihre Motivation, bei „Blende“ den Wettstreit und die Herausforderung anzunehmen?

Natürlich macht man bei so einem Wettstreit mit, in der Hoffnung einen guten Platz zu erreichen. Und man macht auch mit, um zu sehen, wie die Bilder denn außerhalb vom Familien und Freundeskreis ankommen.

Was begeistert Sie speziell an unserem Fotowettbewerb „Blende“?

Toll finde ich, dass es erst auf regionaler und dann noch auf Bundesebene einen Wettbewerb gibt. Dann reizt mit die hohe Anzahl der Teilnehmer und das hohe Niveau der Bilder. Und nicht zuletzt die Professionalität, die beim „Blende“-Wettbewerb herrscht.

Welchen Tipp können Sie Ihren Mitstreitern für „Blende“ geben?

Sich nicht entmutigen lassen, wenn es nicht klappt, und das nächste Mal wieder mitmachen.

Portfolios 08 / 2015

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