Sarah Rönick (29 Jahre) - Fotoinspiration holt sie sich auf Ihren Reisen

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“Blende 2015” – 66. Platz in der bundesweiten Endausscheidung

Sarah Rönick erlangte mit ihrer Aufnahme „Die Ruhe vor dem Sturm“ den 66. Platz in der bundesweiten Endausscheidung von „Blende 2015“. Die Fotografin aus Berlin kommt in der Welt herum und hat dementsprechend schon unendlich viele Orte bereist. Die Kamera darf bei ihren Touren nicht fehlen, denn mit den Fotos holt sie sich ein Stück von ihren Reisen mit nach Hause. Sarah Rönicks Steckenpferd ist die Landschaftsfotografie. Sie liebt die Fotografie aus dem Bauch heraus – ihre Aufnahmen sind authentisch und machen zweifelsfrei Lust, selbst auf Entdeckungsreise zu gehen.

Was war es für ein Gefühl, als Sie die Nachricht erreichte, dass Sie in der bundesweiten Endausscheidung von “Blende 2015” den 66. Platz belegt haben?

Zunächst hat mich die E-Mail erreicht, dass die Gewinner online sind. Aus reinem Interesse habe ich geschaut, welche Bilder veröffentlicht wurden. Nicht einmal im Traum habe ich daran gedacht, unter den Platzierten zu sein. Der ersten Ungläubigkeit wich dann schnell Stolz und Freude. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass so viele Bilder eingesendet wurden. Es war mein erster Fotowettbewerb an dem ich teilgenommen habe und ich war schon überrascht, in der lokalen Auswahl dabei gewesen zu sein. Noch heute erzähle ich davon mit großer Begeisterung.

Wie sind Sie auf Ihr Motiv „Die Ruhe vor dem Sturm“ gestoßen und was war ihr Ansporn für diese Aufnahme?

Das Bild entstand im Florida-Urlaub. Eigentlich wollten wir einen Schnorcheltrip machen, doch aufgrund des schlechten Wetters konnten wir nicht ins Wasser. Auf dem Rückweg zum Port entstand das Bild.

Wie viel Planung und Vorbereitung steckt in Ihrer Aufnahme „Die Ruhe vor dem Sturm“?

Da man dieses Naturschauspiel nicht jeden Tag sieht, kann man hier nicht von Planung und Vorbereitung sprechen.

Was war für Sie die größte Herausforderung bei dieser Aufnahme und wie viele Anläufe waren notwendig, bis Sie Ihr Motiv so im Kasten hatten?

Bei so einem „Schnappschuss“ heißt die Devise draufhalten und schauen, was dabei raus kommt. Denn so ein Wirbelsturm geht meist genauso schnell wie er kommt. Ich hatte das Glück, es auch aus der Ferne beobachten zu können.

Was begeistert Sie selbst an Ihrer Aufnahme „Die Ruhe vor dem Sturm„?

Man erkennt es oftmals nicht so genau, aber das kleine Boot unmittelbar in der Nähe des Sturmes macht das Bild erst zum Highlight und war die Inspiration zur Namensgebung.

Sie geben an, seit fünf Jahren zu fotografieren. Wie sind Sie zur Fotografie gekommen und was begeistert Sie daran?

Ich habe nach dem Studium ein halbes Jahr in Amerika gelebt und habe meine Leidenschaft für das Reisen entdeckt. Mit ihr kam auch die Leidenschaft für das Fotografieren, da ich all die tollen Sights gern festhalten wollte, damit ich meine Erlebnisse mit denen teilen konnte, die nicht bei mir sein konnten. Es gibt so viele schöne Orte auf der Welt und mit jedem Bild kann man sich ein Stück davon nach Hause holen sowie sich zeitgleich an die tollen Erlebnissen erinnern.

Wo sehen Sie Ihre fotografischen Schwerpunkte und was ist für Sie die größte Herausforderung?

Ich denke, dass ich ein gutes Auge für die Landschaftsfotografie habe. Im Moment fotografiere ich aber eher aus dem Bauch heraus, zu lernen bei welchen Lichtverhältnissen mit welchen Einstellungen das beste Bild entsteht, ist etwas, woran ich im Moment arbeite und stetig dazu lerne.

Was sind Ihre fotografischen Ziele?

Meine fotografischen Ziele sind eher klein, ich habe nicht den Anspruch große Wettbewerbe zu gewinnen. Ich mache die Bilder für mich und stelle mich bei Bedarf auch für Freunde und Familie bei Veranstaltungen zur Verfügung. Wenn die dann mit dem Ergebnis zufrieden sind, dann hab ich mein Ziel schon erreicht :)

Haben Sie fotografische Vorbilder – Woher holen Sie sich Ihre Inspiration?

Die Inspiration hole ich mir auf meinen Reisen. Konkrete Vorbilder habe ich nicht.

Wie stehen Sie der Fotografie mit dem Smartphone gegenüber?

Mein Smartphone besitzt nicht die beste Kamera. Zwar machen die heutigen Smartphones sehr gute Bilder, sie können allerdings meiner Meinung nach eine richtige Kamera nicht ersetzen.

Was denken Sie über die Aufzeichnungstechnologie wie 4K und die Möglichkeit hochauflösende Standbilder aus Videomaterial herauszuziehen?

Ich finde das sehr spannend und eine noch bessere Möglichkeit, besondere Fotos zu erhalten.

Welchen Rat können Sie all jenen mit auf den Weg geben, die als Einsteiger die Fotografie für sich entdecken?

Sich die Zeit nehmen, die man seiner Meinung nach braucht, um das für sich beste Bild zu machen. Und natürlich viele Fotos machen, um ein Gespür dafür zu bekommen, was gute Bilder sind und wo man das nächste Mal drauf achten muss.

Wie wichtig ist für Sie die digitale Nachbearbeitung der Bilder, beispielsweise mit Photoshop oder Lightroom?

Mittlerweile sehr wichtig, da schon mit wenigen Einstellungen die Bilder sichtlich aufgewertet werden können.

Seit wann suchen Sie bei Wettbewerben wie „Blende“ den Wettstreit und was ist Ihre Motivation?

Es war das erste Mal, dass ich an einem Fotowettbewerb teilgenommen habe und ohne die Motivation meines Vaters, der mich ermutigt hat, mitzumachen und ein bestimmtes Foto einzusenden, hätte ich wohl nicht teilgenommen und somit auch mein Gewinnerfoto nicht eingesendet.

Was begeistert Sie speziell an unserem Fotowettbewerb „Blende“?

Ich finde es gut, dass jeder die Möglichkeit hat, an dem Wettbewerb teilzunehmen. Darüber hinaus ist auch die Zusammenarbeit mit den regionalen Tageszeitungen und somit die Berichterstattung über die Arbeiten ein sehr schöner Zusatz. Beeindruckt haben mich zudem auch die hochwertigen Preise.

Welchen Tipp können Sie Ihren Mitstreitern für „Blende“ geben?

Man muss schon ein wenig Kreativität mitbringen und sich mit den Themen/Kategorien auseinander setzen. Der Spaß sollte trotzdem im Vordergrund stehen, denn wer mit zu hohen Erwartungen an so einen Wettbewerb heran geht, wird meist enttäuscht.

Portfolios 06 / 2016

2 Kommentare

Hallo Felix, ich freue mich, dass dir meine Bilder gefallen :) ich habe noch keine eigene Webseite (ist geplant) und keinen Flickr Account. Daher gern so kontaktieren oder noch ein bisschen gedulden :)

Sarah

von Sarah
16. Juli 2016, 19:37:02 Uhr

Die Fotos von Sarah Rönick gefallen mir sehr! Hat sie ei Website, oder ist auf einer Seite wie Flickr angemeldet, wo man mehr von ihren Fotos sehen kann?

Felix M.

von Felix M.
29. Juni 2016, 14:57:16 Uhr

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