Thomas Karger - Fotografie bedeutet Entspannung

Thomas Karger
Thomas Karger
Thomas Karger, „Blende“-Teilnehmer 2014, fotografiert mit einigen Unterbrechungen seit seiner Kindheit. Sein Vater war es, der ihn zur Fotografie brachte. Die Fotografie hilft ihm, vom Alltag total abschalten zu können. Er liebt es zudem, mit Gleichgesinnten zusammen zu sein, zu fachsimpeln und auf Fototour zu gehen. Bei „Blende 2014“ war er mit von der Partie, weil ihn dieser Fotowettbewerb mit seiner Größe überzeugt. Dort belegte er mit seiner Aufnahme „To The Top“, die er zur thematischen Vorgabe „Schwarzweiß“ einreichte, den 26. Platz. Wir haben nachgefragt:

Herr Karger, was war das für Sie für ein Gefühl, als Sie die Nachricht erhielten, dass Sie bei „Blende 2014“ in der bundesweiten Endausscheidung den 26. Platz belegen?

Ich hatte das erste Mal bei der „Blende“ mitgemacht und hab mich natürlich wahnsinnig gefreut und war natürlich auch ein bisschen stolz auf meinen erreichten 26. Platz auf Bundesebene.

Was begeistert Sie selbst an Ihrer Aufnahme „To the Top“ und was waren für Sie die Herausforderungen, die es zu meistern galt?

Es war bereits abends und schlechtes Wetter, ein Himmel ohne jegliche erkennbare Strukturen bzw. Wolken und es hat auch immer wieder etwas geregnet. Ich hab dann mal eine Belichtungsreihe gemacht und auf die Linienführung geachtet. Zu Hause hab ich dann ein HDR daraus gemacht und in s/w umgewandelt, um eine gewisse Spannung ins Bild zubekommen.

Sie haben sich für HDR entschieden – was begeistert Sie an HDR und welchen Tipp können Sie denjenigen geben, die HDR einsetzen?

© Fotograf: thomas karger, To The Top, Blende-Fotowettbewerb
© Fotograf: thomas karger, To The Top, Blende-Fotowettbewerb
Es sind einfach die erweiterten Möglichkeiten, die mir HDR bietet und dadurch die Wirkung von Motiven beeinflussen zu können. Wie extrem man HDR betreibt, hängt von der eigenen Intention ab. Ich würde jedem das Spiel mit HDR empfehlen. Nur so erfährt man, was sich aus Motiven damit herausholen lässt. HDR macht aber nicht immer Sinn.

Nach Ihren Aussagen fotografieren Sie seit Ihrer Kindheit – wie sind Sie zur Fotografie gekommen?

Mein Vater hat in jüngeren Jahren sehr viel fotografiert und an den Wochenenden gab es dann ab und an mal einen Diaabend. Die Fototechnik an sich hat mich immer fasziniert, mein Vater hat mich immer wieder dazu ermutigt, doch mal ein paar Bilder mit seiner Kamera zu machen. So hat sich das dann mit den Jahren gesteigert bzw. kamen dann auch mal ein paar Jahre, wo ich gar nicht mehr geknipst habe. Da gab es dann andere Prioritäten. Die digitale Entwicklung hätte ich fast total verschlafen. Hier hat mich dann auch wieder mein Vater dazu gebracht, mich näher mit dieser Technik auseinanderzusetzen …

Wie war für Sie der Umstieg von analog auf digital und fotografieren Sie heute auch noch analog?

© Thomas Karger
© Thomas Karger
Analog fotografiere ich nicht mehr. Der Umstieg kam dann auch so nach und nach. Erst eine günstigere Kompakte, dann etwas später noch mal eine Kompakte und dann kam irgendwann mal wieder die Lust auf die SRL-Technik. Da hat man technisch doch ganz andere Möglichkeiten.

Was fasziniert Sie an der Fotografie und was sind Ihre Beweggründe, warum Sie fotografieren?

Die Technik an sich und all die Möglichkeiten, die man damit hat und das Ganze dann auch umzusetzen. Aber auch einfach nur die Entspannung. Ich kann beim Knipsen total vom Alltag abschalten oder aber auch mit Gleichgesinnten zusammen zu sein, fachsimpeln oder zusammen auf Fototour zugehen.

Welchen Tipp können Sie denjenigen geben, die die Fotografie gerade für sich entdecken?

© Thomas Karger
© Thomas Karger
Einfach loslegen – man muss die Fotografie erleben. Alles andere kommt mit jeder weiteren Aufnahme. Ein weiterer Tipp ist, sich Bilder von anderen anschauen, Ideen sammeln und die dann versuchen selbst umzusetzen, ohne zu kopieren.

Sie fotografieren aktuell mit einer Spiegelreflexkamera – was war Ihre erste Kamera und warum haben Sie sich für die Fotografie mit der Spiegelreflextechnologie entschlossen?

Meine erste SRL war eine Yashica 270AF. Für SLR habe ich mich aufgrund der Möglichkeiten entschieden. Ich kann jedem nur zu diesem Kamerasystem raten.

Heute ist vielfach zu lesen, dass die Bedienung von Kameras schwer sei – stimmen Sie dem zu?

© Thomas Karger
© Thomas Karger
Nö, es ist wie meist wie auch bei anderen technischen Geräten. Es sind viele Optionen in der Kamera enthalten, die man nicht unbedingt braucht bzw. viele Möglichkeiten, um zu den entsprechenden Einstellungen zu gelangen (Einstellräder, die man mehrfach belegen kann oder über das Kameramenü usw.), das kann schon für Verwirrung sorgen.

Wo sehen Sie Ihre fotografischen Schwerpunkte?

Konzert, Natur, Landschaft, Lost Place, Nacht, Sternenhimmel, Architektur……..

Was war Ihre Motivation, bei „Blende“ den Wettstreit und die Herausforderung anzunehmen?

Mal schauen, wie denn meine Bilder hier so ankommen.

Was begeistert Sie speziell an unserem Fotowettbewerb „Blende“?

© Thomas Karger
© Thomas Karger
Die Größe.

Welchen Tipp können Sie Ihren Mitstreitern für „Blende“ geben?

Einfach mitmachen und den Wettstreit annehmen.

Was sind in nächster Zeit Ihre fotografischen Ziele?

Nix Spezielles.

Portfolios 08 / 2015

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