Digitale Bilderrahmen, die aus dem Rahmen fallen

Digitale Bilderrahmen sind heute viel mehr als nur attraktive Displays zur Anzeige von Fotos. Sie können sich inzwischen selbsttätig die neuesten Fotos von Freunden aus dem Internet holen, Fotos drucken oder auch Papierbilder scannen, um sie auf ihrem Bildschirm anzuzeigen. Doch damit nicht genug.

Konnten die ersten ihrer Art auf ihren Schirmen gerade einmal digitale Fotos zeigen, so lassen sich auf den meisten digitalen Bilderrahmen der jüngsten Generation auch Grafiken darstellen und Videos abspielen. Es gibt sogar Geräte, die neben den üblichen JPEG-Daten auch TIFF-, BMP- und RAW-Dateien anzeigen können. Viele digitale Bilderrahmen eignen sich darüber hinaus zum Abspielen von Videos mit Ton. Diesen ständigen Funktionserweiterungen, den Innovationen in der Display-Technik und den Verbesserungen in der Bedienung verdankt diese relativ junge Produktgruppe ihren andauernden Siegeszug bei der Eroberung der Verbraucher. Um immer neue Käufer zu animieren, stattet sie die Industrie nicht mehr nur mit immer hochwertigeren Bildschirmen aus oder verbessert die Wiedergabefunktionen, die von der Einzeldarstellung digitaler Fotos bis hin zur vertonten, automatischen Diaschau reichen, sondern entwickelt ständig zusätzliche Funktionen, die das Anwendungsspektrum dieser beliebten Geräte kontinuierlich erweitert.

Neue Display-Technologien und -Formate
Digitale Bilderrahmen gibt es heute in den unterschiedlichsten Designs, Größen und Formaten, ob als kleines Nachttischgerät, als Wandschmuck im Wohnzimmer oder als überdimensionale Anzeige in Modeboutiquen, Hotels oder Restaurants. Die vielseitig einsetzbaren Geräte geben jeder Form der Präsentation den richtigen Rahmen.

Waren es bisher hauptsächlich LC-Displays, die in der VGA-Qualität - der Standardauflösung herkömmlicher TV-Geräte - in den digitalen Bilderrahmen zur Anzeige der Fotos dienten, so werden jetzt auch zunehmend Bildschirme mit höheren Auflösungen, dem neuen HD-Seitenverhältnis 16:9 und auch neue Display-Technologien, wie beispielsweise OLED-Bildschirme, eingesetzt. Die Geräte werden heller, zeigen mehr Details und differenziertere Farben.

Komfortable Bedienung
Fast alle Bilderrahmen können die eingegebenen Fotos automatisch wiedergeben. Die meisten verfügen zudem über eine Fernbedienung, mit der die Bilder einzeln aufgerufen, gedreht, gezoomt oder gelöscht werden können. Manche bieten neben der Steuerung per Fernbedienung auch die Möglichkeit, die verschiedenen Funktionen über Sensortasten, oder noch moderner, per Touchscreen-Menuführung anzusteuern.

Vielfältige Anzeigemodi
Auf den meisten digitalen Bilderrahmen lassen sich die Fotos einzeln aufrufen oder automatisch als Diashow vorführen. Manche Modelle verfügen über integrierte Lautsprecher und können die Diashow sogar noch mit Ton unterlegen. Das ist eine unverzichtbare Funktion, wenn der Bilderrahmen auch zur Vorführung von Videos dient. Große Unterschiede gibt es schon bei der automatischen Bilderschau. Das beginnt bei der Tonqualität und endet bei der Anzahl der wählbaren Übergangseffekte und Standzeiten. Neuere Modelle verfügen auch über Suchfunktionen, über die Fotos aus bestimmten Ordnern oder auch nach ihrem Entstehungsdatum gefunden werden können. Neben der Anzeige als Einzelbild, Miniatur oder Bilderschau stellen einige Bilderrahmen auch automatisch per Zufallsgenerator Collagen aus mehreren Fotos am Bildschirm dar. Die meisten Geräte, die auch Videos abspielen können, besitzen integrierte Lautsprecher. Darüber lassen sich der Videoton oder auch MP3-Musikdateien als Untermalung einer Bilderschau wiedergeben.

Erweiterte Funktionalität
Viele digitale Bilderrahmen besitzen eine integrierte Uhr, die sich entweder Bildschirm-füllend anzeigen oder klein einblenden lässt. Genauso besitzen sie eine Kalenderfunktion mit wahlweise Tages-, Wochen- oder Monatsanzeige. Auch die Kapazitäten der integrierten Speicher wurden immer weiter ausgebaut. Neben den Multikartenlesern für die wichtigsten Speicherkarten verfügen viele über integrierte Speichermodule und zusätzlich USB-Schnittstellen, um beispielsweise die Speicherkapazitäten zu erweitern oder um Fotos von USB-Speichersticks verwenden zu können.

Ein Rahmen für das ganze Leben
Bildersammlungen von bis zu 1 Gigabyte und darüber können die internen Speicher der neueren Bilderrahmengenerationen aufnehmen. Das reicht, je nach Auflösung der Rahmen, für mehrere Tausend Fotos - weit mehr als früher ganze Familien während eines gesamten Lebens in Alben geklebt haben. Auch das Einspeisen der Bilder ist komfortabler geworden. Ob über Speicherkarten, USB-Stick oder direkt aus dem Internet-Album. Alles ist möglich.

Ganz ohne Kabel
Einige der innovativsten und vielseitigsten Bilderrahmen lassen sich sogar über W-LAN in kabellose Netzwerke einbinden und ermöglichen so neben der Anbindung an den heimischen PC auch den Internetzugang. Dort können sie nicht nur auf persönliche Alben im Internet zugreifen, sondern beispielsweise auch den aktuellen Wetterbericht für den nächsten Fotospaziergang abrufen. Damit das völlig unabhängig geschehen kann, erfolgt bei manchen Geräten die Stromversorgung über wieder aufladbare Batterien. So können sie überall in der Wohnung, unabhängig von der Steckdose, eingesetzt werden. Manche Rahmen sind auch in der Lage, E-Mails zu empfangen, deren eingebettete Bilder sich sofort anzeigen lassen.

Fotos zum Anfassen
Bei den vielfältigen Innovationen auf dem Gebiet der digitalen Displays müssen die Fotos nicht einmal mehr unbedingt im Rahmen bleiben. Die Industrie bietet Geräte mit integrierten Fotodruckern an, die per Fernbedienung den Betrachtern auf Wunsch Bilder, die ihm besonders gut gefallen haben, im Postkartenformat und Fotoqualität zum mit nach Hause nehmen ausdruckt. Auch muss sich angesichts der vielen Möglichkeiten der neuen Bilderrahmengenerationen niemand, der „nur“ Papierbilder besitzt, grämen, weil er glaubt, die digitale Revolution verpasst zu haben. Es gibt sogar Bilderrahmen mit eingebauten Scannern, die automatisch bis zu 10 x 15 cm große Papierfotos einlesen und dann auf ihren Displays darstellen können.

Pressemeldungen 09 / 2009

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