Eine Liebeserklärung - die photokina

Die photokina ist ganz einfach Liebe auf den ersten Blick. Die Faszination, mit der die World of Imaging einen gleich beim ersten Besuch gefangen nahm, steigerte sich im Laufe der Jahre zu einem immerwährenden Abenteuer. Es ist die Kraft der Bilder, wie sie sich in den vielfältigen Photoausstellungen manifestiert, ebenso wie die in den Messehallen präsentierte innovative Technik, die pure Begeisterung schürt. Die Photographien zeigen die unglaublich vielen Facetten der Photographie zwischen informativer Dokumentation und künstlerischer Kommunikation. Die Technik aber geht noch einen Schritt weiter: Sie gestattet den Blick in die Zukunft und weckt so eine Ahnung davon, wie sich die Welt der Bilder mit den neuen Werkzeugen verändert und wie Photographen damit zukünftig ganz neue Bilderwelten schaffen können.

Es ist der erste Blick in die Zukunft der Photographie, der begeistert, deren Dynamik sich aber nur rückblickend offenbart. Auf der photokina in Köln werden die Schritte sichtbar, in denen die Industrie unerfüllbar scheinende Photographenträume wahr werden läßt. Im Zweijahresrhythmus entwickeln sich Visionen zu Ideen und diese wiederum zu Produkten. Unmögliches wird möglich. Unhandliche Handbelichtungsmesser werden in kompakte Kameras integriert und dienen fortan nicht mehr nur zur Ermittlung der notwendigen Belichtung, sondern steuern sie auch selbsttätig. Die Entfernungen werden automatisch gemessen und eingestellt. Kaum werden Filme mit unvorstellbarer Schärfe gezeigt, revolutioniert auch schon die Digitaltechnik die Photographie und stellt alles bisher Vertraute auf den Kopf. Inzwischen können Mobiltelefone photographieren und statt einer Dunkelkammer hat der Photograph einen Multifunktionsdrucker auf dem Schreibtisch. Den Diaprojektor ersetzen nur noch Zigarrenschachtel große digitale Geräte, die ihre Bilder als perfekte Show mit Bild und Ton kabellos aus der Kamera beziehen. Zukunftsmusik? Im Gegenteil: Als fertiges Produkt zu sehen auf der photokina 2006 vom 26. September bis zum 1. Oktober in Köln.

In immer schnelleren Zyklen verändert sich die Art und Weise, wie wir Photos aufnehmen, betrachten, bearbeiten, austauschen, ausgeben, präsentieren und aufbewahren. Von photokina zu photokina nimmt die Rasanz, mit der sich die „World of Imaging“ verändert, zu. Die Innovationszyklen werden kürzer und die Bedeutung der Messe als verläßliches Barometer für Entwicklungen, die heute und morgen die Welt der Photographie prägen, immer wichtiger. Die photokina ist eine Geliebte, die von Mal zu Mal jünger wird. Hier findet das Morgen schon heute statt. Vieles von dem, was heute die Photowelt prägt, war in seinen Ansätzen auf der photokina bereits vor Jahren zu sehen. Erinnerungen an die photokina sind Erinnerungen an die Zukunft, die heute Gegenwart aber zum Teil auch schon wieder Vergangenheit geworden ist.

Es gibt nur wenige Weltmessen, wie die photokina aber auch nur wenige Städte wie Köln, die auf ihre Besucher eine ähnliche Faszination ausüben. Dabei geht es nicht nur um den weit über die Stadt-, Landes- und Staatsgrenzen hinaus bekannten Karneval oder den zum Weltkulturerbe zählenden Kölner Dom, sondern um das ganz besondere Flair, das diese Stadt auf die jährlich Abertausenden von Touristen aber auch auf die zahlreichen, aus geschäftlichen Gründen in der Stadt weilenden Besucher ausstrahlt. Der Charme der Stadt und ihrer Bürger springt sofort auch auf die Besucher der Koelnmesse über.

Der tiefere Sinn solcher Branchentreffs, nämlich die Kommunikation zu fördern, wird von den Bürgern dieser Stadt vorgelebt. Die bodenständige Gastlichkeit sowie der Humor und die Ironie der Kölner, macht die Stadt auch über den Messebesuch hinaus zu einem Erlebnis: zwanzig Kölsch-Sorten, die urigen Brauhäuser, das stets frisch gezapfte Kölsch, der Halve Hahn, mit Gouda belegte Röggelchen, das aus Äpfeln und Kartoffeln bestehende Himmel un Äd mit Flönz, auch als Kölscher Kaviar bezeichnet.

Dieses Jahr ist es wieder soweit: Vom 26. September bis 1. Oktober ist photokina und gäbe es nicht bereits den Flughafen Köln/Bonn und die Intercity-Schnellverbindung zu allen deutschen Großstädten, würde man auch diese Jahr wie der berühmte Kölner Komponist Willi Ostermann sagen „Ich mööch zo Foß noh Kölle jonn“. (Auf Deutsch: „Ich möchte zu Fuß nach Köln gehen.“)

Pressemeldungen 05 / 2006

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