Photopapiere für Tintenstrahldrucker
Qualität, die man sieht und fühlt

Das Erfassen des entscheidenden Augenblicks, seine Interpretation durch die Wahl des optimalen Bildausschnitts, ein effektvoller Bildaufbau und eine zum Motiv passende Farbgebung bilden die wichtigsten Basismerkmale für die Faszination gelungener Photos. Um am Ende zu hervorragenden Bildern zu kommen, reicht aber nicht nur eine gute Aufnahme. Ambitionierte Photographen kalkulieren auch beim Druck die Papiereigenschaften, wie beispielsweise Stärke, Anmutung und Oberflächenstruktur, mit in das angestrebte Ergebnis ein. Um auch speziellen Gestaltungswünschen nachzukommen, bieten die Hersteller eine Vielzahl von Medien für den Tintenstrahldruck vom Hochglanzpapier über Materialien mit matter Oberfläche bis hin zu ausgefallenen Künstlerpapieren mit speziellen Oberflächeneigenschaften, die beispielsweise Aquarellpapiere oder Leinwand simulieren. Unterschiede gibt es auch in der Stärke und Zusammensetzung der Trägermaterialien. Neben den ästhetischen Charakteristika spielen aber auch die technischen Qualitäten der Inkjet-Photopapiere eine wesentliche Rolle für den Photodruck. Hier kommen Eigenschaften wie Langzeitstabilität, Wischfestigkeit, Trockenzeit, aber auch Planlage und Festigkeit, zum Tragen.

Gute Photopapiere zeichnen sich durch eine optimale Mischung der physikalischen Träger- und Beschichtungseigenschaften sowie ihrer visuellen und haptischen Charakteristika aus. Zudem müssen sie zu den im Photodrucker verwendeten Tintensystemen kompatibel sein.

Pigment oder farbstoffbasierte Tintensysteme

Bei den Inkjet-Photodruckern konkurrieren zwei unterschiedliche Tintensysteme. Während den farbstoffbasierten Tinten in der Regel ein breiteres Farbspektrum und hervorragende Detailwiedergabe nachgesagt werden, bieten die Pigmenttinten eine hohe Farbstabilität, die teilweise der von Silberhalogenidphotos gleichkommt, ja, sie in mancher Hinsicht sogar übertrifft. Dabei ist allerdings zu beachten, dass die Aufbewahrungsart derPhotos ihre Lebensdauer stark beeinflusst. Umweltbedingungen, wie Licht, Luft und Feuchtigkeit, haben einen großen Einfluss auf die Haltbarkeit von Photodrucken, weswegen sie direkter Sonneneinstrahlung nicht ausgesetzt sein sollten, vor Luftfeuchtigkeit geschützt werden müssen und möglichst hinter Glas gerahmt präsentiert werden sollten. Optimal aufgehoben sind Inkjet-Prints in Photoalben mit Schutzfolien. Je spezieller das Photopapier ist, umso häufiger eignet es sich nur für die Verwendung mit der einen oder der anderen Tintenart. Moderne Standardpapiere lassen sich jedoch in der Regel mit beiden Tintenarten bedrucken.

Oberflächenbeschichtung und Trägermaterial

Die Beschaffenheit von Beschichtung und Trägermaterial beeinflussen nicht nur den optischen Eindruck eines Ausdrucks, sondern sind auch für die technische Qualität des Photos mitverantwortlich. Durch innovative Beschichtungsverfahren werden hochwertige Photopapiere mit mikroporösen Oberflächen versehen, auf denen sich die Tintentröpfchen besonders präzise platzieren lassen. Diese zum Teil aus speziellem Keramikmaterial gefertigten Oberflächen nehmen die Tinten besonders schnell auf und sorgen für eine effektive Fixierung der Farbstoffpartikel. Das sorgt für extrem kurze Trockenzeiten und hohe Wischfestigkeit der Ausdrucke und macht sie teilweise sogar wasserfest und widerstandsfähiger gegen Schadstoffe in der Luft.
Die individuelle, optische Wirkung der Photopapiere wird durch ihre spezielle Oberflächenstruktur erzielt. Das Angebotsspektrum reicht von matten und matt glänzenden sowie hoch glänzenden Oberflächen bis hin zu den unterschiedlichsten, hochwertigen Künstlerpapieren mit entsprechenden Anmutungen. Zeigt sich die Papierqualität von hoch glänzenden und matten Papieren in der Gleichmäßigkeit der Oberfläche, so machen bei bestimmten Künstlerpapieren gerade die gewollten Unregelmäßigkeiten in den Oberflächenstrukturen die besondere Faszination aus. Photopapiere gibt es in verschiedenen Papierstärken vom normalen Dokumentenpapier bis zum Karton. Bei der Wahl extremer Papierstärken besteht die Gefahr, dass der Photodrucker zu Hause Papiere mit derartigen Grammaturen nicht verarbeiten kann.

FineArt-Photopapiere

Für künstlerisch anspruchsvolle Ausdrucke in Ausstellungsqualität bieten viele Hersteller spezielle Papiere an, die sich durch ihre besondere Haptik, Oberflächenstruktur und Langzeitstabilität auszeichnen. Diese FineArt-Photopapiere für hochwertige Inkjet-Prints verwenden säurefreie Trägermaterialien, zum Teil aus wertvollen Hadernstoffen oder handgeschöpften Büttenmaterialien. Während inzwischen die meisten Photopapiere mit Standardqualität auch in den beliebten Postkartenformaten oder sogar kleiner angeboten werden, sind die FineArt-Photopapiere meist erst ab DIN A4, manche sogar erst ab DIN A3 erhältlich. Sondermaterialien, wie spannbare Leinwand oder andere textile Träger beziehungsweise Kunststofffolien, gibt es häufig nur als Rollenware für Großformatdrucker. Bei Medien auf Kunststoffträgern ist es manchmal schwierig, die bedruckbare Schichtseite von der Rückseite zu unterscheiden. - Ein kleiner Trick: Mit der leicht angefeuchteten Fingerspitze vorsichtig über eine der Ecken fahren. Die Schichtseite versucht, die Feuchtigkeit aufzunehmen, so dass man das Gefühl hat, der Finger würde festgehalten. Das geht natürlich nur bei Papieren, auf die nicht randlos gedruckt werden soll. Andernfalls kann die Ecke beim Druck möglicherweise die Farbe nicht mehr perfekt aufnehmen.

Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich auch doppelt beschichtete Papiere, die sich von beiden Seiten bedrucken lassen. Sie werden ebenfalls in unterschiedlichen Qualitäten und mit verschiedensten Oberflächen im Spezialhandel angeboten. Manche besitzen sogar einen gelochten Steg zum Einlegen der Blätter in Alben oder Präsentationsmappen.
Fun-Papiere

Damit Kreativität nicht nur eine bierernste Sache bleibt, haben sich die Hersteller von Medien für den Photodruck eine ganze Reihe von Fun-Produkten ausgedacht. So gibt es beispielsweise Folien in verschiedenen Größen, die sich mit eigenen Photos bedrucken und dann wie eine Tätowierung auf der Haut anbringen lassen. Der Vorteil: Die Photo-Tattoos sind einfach wieder ablösbar. Zudem gibt es selbstklebende Sticker und Folien, die sich auf einer Vielzahl von dekorativen Gegenständen, wie beispielsweise Ostereiern, Weihnachtskugeln oder Einweckgläsern, aufbringen lassen. Allseits geschätzt sind auch Bügelfolien, mit denen sich Photos auf Textilien, wie T-Shirts, Kissen oder Krawatten, übertragen lassen.

Einen umfassenden Überblick über die neuesten Weiterentwicklungen bietet die photokina 2008 in Köln vom 23. bis 28. September.

Pressemeldungen 09 / 2008

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