Digitale Messsucherkamera Leica M8.2

Mit der Leica M8.2 stellte die Leica Camera AG, Solms, eine in zahlreichen Punkten weiterentwickelte Version der digitalen Profi-Messsucherkamera vor. Wichtige Merkmale der Leica M8, wie Diskretion, intuitives Arbeiten und Robustheit, konnten dabei nochmals verbessert werden. Die wesentlichen Charakterzüge der Leica Reportagekamera, wie die kompakte Bauform, die Bildqualität in Verbindung mit den Leica M-Objektiven und die Bildgestaltung mit dem Leica Messsucher, kennzeichnen auch das neue Modell als M-Kamera. Die Leica M8.2 ergänzt die M8, beide Modelle existieren parallel im Markt. Auf Wunsch lassen sich viele Elemente der M8.2 in die M8 integrieren. Damit unterstreicht die Leica Camera AG einmal mehr die volle Systemkompatibilität und den hohen Werterhalt der M-Reihe.

In der Leica M8.2 kommt ein neu entwickelter, besonders leise und erschütterungsarm ablaufender Metalllamellenschlitzverschluss zum Einsatz; der Zeitpunkt des Aufziehens kann vom Photographen im passenden Moment selbst bestimmt werden. Damit kommt die digitale Leica M8.2 dem Ideal des berühmten Gummituchschlitzverschlusses ihrer analogen Schwestern äußerst nahe. Das Äußere der schwarzen Kamera wurde nach den Wünschen vieler professionell arbeitender Photographen noch unauffälliger gestaltet: Leica Punkt sowie Zubehörschuh sind der Farbgebung der Kamera angepasst. Die schwarze Kameraversion besitzt eine neue, besonders widerstandsfähige Lackierung. Der neue Schnappschussmodus richtet sich an alle Anwender, die spontan und ohne Vorkenntnisse in der Photographie sofort gute Ergebnisse erzielen möchten. Wird das Einstellrad der Belichtungszeiten in die neue Stellung „S“ gebracht, steuert die Kamera alle wichtigen Funktionen automatisch. Dazu gehören automatische Belichtung (Zeitautomatik), automatische Einstellung der ISO-Empfindlichkeit sowie ein automatischer Weißabgleich. Für die drei am häufigsten verwendeten Motivarten gibt die Leica M8.2 Einstellhinweise zu Blende und Entfernung. Sie werden beim Betätigen der „Info“ Taste auf dem Kameramonitor angezeigt. Weitere Hinweise kann der Photograph der neuen, wasserfesten und auf Kreditkartengröße zusammenfaltbaren Kurzanleitung entnehmen.

Die automatische Einstellung der ISO-Werte ist in allen Betriebsarten der Leica M8.2 wählbar. Neu ist auch eine Schnelleinstellung zur Belichtungskorrektur: Wenn der Auslöser bis zum ersten Druckpunkt gedrückt bleibt, kann über das Wählrad auf der Kamerarückseite eine Korrektur von +/- 3 Blenden in 1/3 Schritten vorgenommen werden. Die Einstellung wird dabei im Sucher angezeigt. Weitere Überarbeitungen betreffen den Hauptschalter der Kamera und die Sucherrahmen. Eine stärkere Rastung des Hauptschalters verhindert das versehentliche Einstellen des Selbstauslösers. Die Leuchtrahmen im Messsucher wurden auf eine genauere Ausschnittsbestimmung bei größeren Entfernungen ausgelegt.

Erstmals bei einer professionellen Digitalkamera kommt ein äußerst kratzfester Saphirkristall als Deckglas des Kameramonitors zum Einsatz. Er ist so hart, dass er ausschließlich mit Spezial-Diamantwerkzeugen bearbeitet werden kann und widersteht in der Praxis auf Dauer allen mechanischen oder scheuernden Belastungen. Ebenfalls besonders widerstandsfähig ist der neue Kamerabezug „Vulkanit“, der durch seine ausgeprägte Narbung die Griffigkeit der Kamera erhöht.

Die gute Bildqualität der Leica M8 resultiert aus der Kombination der M-Objektive mit einem speziell für die Anforderungen im Leica M-System entwickelten CCD-Bildsensor und leistungsstarker Bildverarbeitung. Der neue Rohdatenkonverter Capture One 4 des dänischen Herstellers Phase One sichert die bestmögliche Bildqualität im DNG-Modus der Kamera. (www.leica-camera.com)
 

Produktneuheiten 10 / 2008

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