Leica Systemkamera M9-P

Die Leica Camera AG, Solms, hat mit der Leica M9-P eine neue Version der weltweit kleinsten Systemkamera mit Vollformatsensor vorgestellt. Technologisch auf dem hohen Niveau der erfolgreichen Leica M9, bietet das neue M-Modell besondere Merkmale, die auf die Bedürfnisse von Profifotografen abgestimmt sind. So ist mit der M9-P das ideale Werkzeug für professionelle Anwender entstanden, die Wert auf eine kompakte, unauffällige und langlebige Kameraausrüstung legen und dabei gleichermaßen die Vorzüge der Leica M-Fotografie zu schätzen wissen. Mit dem „P“ im Namen, das bereits für frühere Modelle verwendet wurde, reiht sich die Kamera in die Linie der speziell auf die Wünsche von Profifotografen konzipierten Leica M-Kameras ein. Die Leica M9-P ergänzt die Leica M9. Beide Modelle existieren parallel im Markt.

Seit 1954 steht das Leica M-System für eine unverwechselbare, individuelle Art der Fotografie und eine ganz bewusste Bildgestaltung. Denn mit der Leica M entstehen anspruchsvolle und kreative Aufnahmen, bei denen der Fotograf Teil des Geschehens ist. Durch den Messsucher umrahmt er das, was er aufnehmen möchte, und behält dabei auch im Blick, was sich außerhalb des Sucherrahmens ereignet. So kann er den entscheidenden Augenblick vorhersehen und im richtigen Moment diskret und zuverlässig festhalten – bei allen Einsatzzwecken von der Reportagefotografie über Available-Light-Aufnahmen bis hin zur diskreten, künstlerisch-ästhetischen Bildgestaltung. Die Funktionen der Leica M sind stets auf hohe Robustheit und Langlebigkeit ausgerichtet. Hochwertige Materialien, eine aufwändige Fertigung und sorgfältige Montage in Handarbeit garantieren zuverlässige Kamerafunktionen über Jahrzehnte. Die volle Systemkompatibilität – nahezu alle Objektive aus dem Leica M-Programm seit 1954 können an den aktuellen M-Kameras genutzt werden – unterstützt hierbei den hohen Werterhalt der M-Reihe.

Diese Kernwerte des Leica M-Systems wurden auch bei der Leica M9-P konsequent umgesetzt. In ihrer technischen Ausstattung ist sie mit der Leica M9 identisch, typische Leica M-Produkteigenschaften wie Robustheit und Diskretion konnten im Vergleich dazu nochmals verbessert werden. So kommt bei der Leica M9-P als Deckglas des LCD-Monitors ein äußerst kratzfester Saphirkristall zum Einsatz. Dieser ist so hart, dass er ausschließlich mit Spezial-Diamantwerkzeugen bearbeitet werden kann, und zählt zu den härtesten Werkstoffen der Welt. So ist der LCD-Schutz aus Saphirglas extrem widerstandsfähig und nahezu unzerbrechlich. Damit widersteht er in der Praxis auf Dauer vielen Belastungen, so dass die Kamera für einen zuverlässigen, langjährigen Einsatz ausgelegt ist. Durch eine zweiseitige Antireflex-Schutzbeschichtung des Deckglases wird bei der M9-P die Bildbetrachtung auch bei schwierigen Lichtverhältnissen verbessert. Auf diese Weise kann der Fotograf sein Motiv vor und nach der Aufnahme optimal beurteilen.

Ebenfalls besonders widerstandsfähig ist auch der Kamerabezug der Leica M9-P. Die „Vulkanit“-Belederung verfügt über eine ausgeprägte Narbung und verleiht der Kamera eine besonders gute Griffigkeit. Damit liegt die M9-P besonders sicher in der Hand, was die ohnehin einfache Handhabung der Leica M-Kamera nochmals unterstützt. Weiteres Kennzeichen der Leica M9-P ist ihr reduziertes Design mit der Konzentration auf das Wesentliche. Viele Profifotografen, die bereits mit einer Leica M-Kamera fotografieren, kleben das rote Leica Logo ab, um möglichst unauffällig arbeiten zu können. Deshalb wurde bei der neuen Profikamera zugunsten der Diskretion gleich auf dieses Erkennungszeichen sowie auf den „M9“ Schriftzug verzichtet. Stattdessen ist die Kamera mit der klassischen Leica Gravur auf der Deckkappe versehen.

Die Leica M9-P ist ab sofort in zwei Ausführungen im Leica Fotofachhandel erhältlich: Einer schwarz lackierten Version sowie einer traditionellen, silbern verchromten Ausführung.

Technische Daten LEICA M9 / M9-P

Kameratyp:
Kompakte digitale Messsucher-Systemkamera.

Objektiv-Anschluss:
Leica M-Bajonett mit zusätzlichem Sensor für 6-Bit Codierung.

Objektiv-System:
Leica M-Objektive von 16–135 mm.

Aufnahmeformat/ Bildsensor:
5270 × 3516 Pixel (18,5 MPixel) CCD-Chip, aktive
Fläche ca. 23,9 × 35,8 mm / 5212 × 3472 Pixel (18 MPixel) (entspricht dem nutzbaren Format analoger Leica MModelle).

Auflösung:
Wählbar, DNG™: 5212 × 3472 (18 MP), JPEG: 5212 × 3472 (18 MP), 3840 × 2592 (10 MP), 2592 ×1728 (4,5 MP), 1728 ×1152 (2 MP), 1280 × 846 Pixel (1 MP).

Datenformate:
DNG™ (Rohdaten), wahlweise unkomprimiert oder leicht komprimiert (durch nichtlineare Reduktion der Farbtiefe), 2 JPEG-Kompressionsstufen.

Dateigröße: DNG™:
18 MB (komprimiert) 36 MB (unkomprimiert), JPEG: ca.
2–10 MB.

Farbräume:
Adobe® RGB, sRGB.

Weißabgleich:
Automatisch, manuell, 7 Voreinstellungen, Farbtemperatureingabe.

Speichermedium:
SD-Karten bis 2 GB / SDHC-Karten bis 32 GB.

Menüsprachen:
Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Japanisch, traditionelles Chinesisch, vereinfachtes Chinesisch, Russisch.

Kompatibilität:
Windows® 7, Windows® XP, Vista®, Mac® OS X (10.6).

Belichtungsmessung:
Belichtungsmessung durch das Objektiv (TTL), mittenbetont bei Arbeitsblende. Mittenbetonte TTL-Messung für Blitzbelichtung mit systemkonformen SCA-3000/2 Standard-Blitzgeräten.

Messprinzip:
Gemessen wird das von hellen Lamellen des 1. Verschlussvorhangs reflektierte Licht.

Messbereich:
(b. ISO 160/23°) Entspricht bei Raumtemperatur und normaler Luftfeuchte EV 0 bis 20 bzw. Bl.1,0 und 1,2s bis Bl. 32 und 1/1000 s. Blinken der linken dreieckigen LED im Sucher signalisiert Unterschreitung des Messbereichs.

Messzelle für vorhandenes Licht:
(Dauerlicht-Messungen) Silizium-Fotodiode mit Sammellinse unten mittig im Kameraboden. Empfindlichkeitsbereich: ISO 160/19° bis ISO 2500/35°, in 1/3 ISO-Stufen einstellbar, mit Zeitautomatik A und manueller Belichtungseinstellung wahlweise automatische Steuerung oder manuelle Einstellung, mit Schnappschuss-Profil automatische Steuerung. Zusätzlich ISO 80 als Pull-Funktion verfügbar.

Belichtungsbetriebsart:
Wahlweise automatische Steuerung der Verschlusszeit bei manueller Blendenvorwahl – Zeitautomatik A – mit entsprechender digitaler Anzeige oder manuelle Einstellung von Verschlusszeit und Blende und Abgleich mittels LED Lichtwaage mit Anzeige der korrekten Belichtung, bzw. Überbelichtungs-/Verwacklungs-Tendenzen (nur mit Schnappschuss-Profil).

Blitzgeräte-Anschluss:
Über Zubehörschuh mit Mitten- und Steuerkontakten.

Synchronisation:
Wahlweise auf den 1. oder 2. Verschlussvorhang schaltbar.

Blitzsynchronzeit:
1/180 s; längere Verschlusszeiten verwendbar.

Blitz-Belichtungsmessung:
(m. SCA-3501/3502 Adapter bzw. SCA-3000-Standard-Blitzgerät, z.B. Leica SF 24D/Leica SF 58) Steuerung mit mittenbetonter TTL-Vorblitzmessung.

Blitz-Messzelle:
2 Silizium-Fotodioden mit Sammellinse im Kameraboden.

Blitz-Belichtungskorrektur:
±31/3 EV in 1/3 EV Stufen am SCA-3501/3502-Adapter einstellbar. Am Leica SF 24D sind bei Computersteuerung ±3EV in 1/3 EV-Stufen bzw. von 0 bis –3EV in 1EV-Stufen am Leica SF 58 in allen Betriebsarten ±3EV in 1/3 EV Stufen einstellbar.

Anzeigen bei Blitzbetrieb:
Bereitschaft: durch konstantes Leuchten der Blitzsymbol–LED im Sucher, Erfolgskontrolle: durch Weiterleuchten bzw. vorübergehend schnelles Blinken der LED nach der Aufnahme, Unterbelichtungsanzeige durch vorübergehendes Erlöschen der LED.

Sucherprinzip:
Großer, heller Leuchtrahmen-Messsucher mit automatischem Parallaxenausgleich.

Okular:
Abgestimmt auf -0,5 Dptr. Korrektionslinsen von –3 bis +3 Dptr. erhältlich.

Bildfeldbegrenzung:
Durch Einspiegelung von jeweils zwei Leuchtrahmen: Für 35 und 135 mm, für 28 und 90 mm oder für 50 und 75 mm. Automatische Einspiegelung bei Einriegeln des Objektivs. Mit Hilfe des Bildfeldwählers kann jedes beliebige der Rahmenpaare eingespiegelt werden.

Parallaxenausgleich:
Die horizontale und vertikale Differenz zwischen Sucher und Objektiv wird entsprechend der jeweiligen Entfernungseinstellung automatisch ausgeglichen, d.h. der Leuchtrahmen des Suchers deckt sich automatisch mit dem vom Objektiv erfassten Motivausschnitt. Übereinstimmung von Sucher und tatsächlichem Bild: Die Leuchtrahmengröße entspricht bei einer Einstell-Entfernung 1 m exakt der Sensorgröße von ca. 23,9 × 35,8 mm. Bei Unendlich-Einstellung wird, je nach Brennweite, ca. 7,3% (28 mm) bis 18% (135 mm) mehr vom Sensor erfasst als der jeweilige Leuchtrahmen zeigt, umgekehrt bei kürzeren Einstellentfernungen als 1 m etwas weniger.

Vergrößerung:
(Bei allen Objektiven) 0,68-fach.

Großbasis-Entfernungsmesser:
Schnitt- und Mischbild-Entfernungsmesser in der Mitte des Sucherbildes als helles Feld abgesetzt.

Effektive Messbasis:
47,1 mm (mechanische Messbasis 69,25 mm x Suchervergrößerung 0,68-fach).

Anzeigen im Sucher:
(Am unteren Rand) LED-Symbol für Blitzstatus. Vierstellige Siebensegment-LED-Digitalanzeige mit oben und unten liegenden Punkten, Anzeigenhelligkeit der Außenhelligkeit angepasst, für: Warnung bei Belichtungskorrekturen, Anzeige der automatisch gebildeten Verschlusszeit bei Zeitautomatik, Hinweis auf die Verwendung der Messwertspeicherung, Warnung vor Über-, bzw. Unterschreitung des Messbereichs bei Zeitautomatik und Ablauf längerer Verschlusszeiten als 2s. LED-Lichtwaage mit zwei dreieckigen und einer zentralen runden LED bei manueller Einstellung der Belichtung. Dreieckige LEDs geben die zum Abgleich erforderliche Drehrichtung sowohl für den Blendenring als auch für das Verschlusszeiten-Einstellrad an. Auch für Warnung vor Über-, bzw. Unterschreitung des Messbereichs.

Anzeigen auf Rückwand:
2,5“ Monitor (Farb-TFT-LCD) mit 230.000 Pixeln. M9-P mit Saphirglasabdeckung für Monitor.

Verschluss:
Mikroprozessorgesteuerter, besonders leiser Metall-Lamellen-Schlitzverschluss mit vertikalem Ablauf.

Verschlusszeiten:
Bei Zeitautomatik (A) stufenlos von 32 s bis 1/4000 s. Bei manueller Einstellung 8 s bis 1/4000 s in halben Stufen, B für Langzeitaufnahmen beliebiger Dauer (zusammen mit Selbstauslöser T-Funktion, d.h. 1. Auslösen = Verschluss öffnet, 2. Auslösen = Verschluss schließt), (1/180 s) kürzeste Verschlusszeit für Blitz-Synchronisation.

Spannen des Verschlusses:
Durch integrierten Motor mit geringer Geräuschentwicklung, wahlweise erst nach Loslassen des Auslösers.

Serienaufnahmen:
ca. 2 Bilder/s, ≥ 8 Bilder in Serie.

Auslöser:
Dreistufig: Aktivierung der Belichtungsmessung -Messwertspeicherung (bei Zeitautomatik) - Auslösung. Genormtes Gewinde für Drahtauslöser integriert.

Selbstauslöser:
Vorlaufzeit wahlweise 2 (mit Zeitautomatik und manueller Einstellung der Belichtung) oder 12 s, über Menü einstellbar, Anzeige durch blinkende Leuchtdiode (LED) auf der Frontseite der Kamera sowie entsprechende Anzeige im Monitor.

Ein-/Ausschalten der Kamera: Mit Hauptschalter auf der Kamera-Deckkappe, wahlweise selbständiges Abschalten der Kameraelektronik nach ca. 2/5/10 Minuten, Neuaktivierung durch Antippen des Auslösers.

Stromversorgung:
1 Lithium-Ionen Akku, Nennspannung 3,7 V, Kapazität 1900 mAh. Kapazitätsangabe im Monitor, bei offen gehaltenem Verschluss (für Sensor-Reinigung) zusätzlich akustische Warnung bei nachlassender Kapazität.

Ladegerät: Eingänge:
Wechselstrom 100–240 V, 50/60 Hz, automatisch umschaltend, oder Gleichstrom 12/24 V; Ausgang: Gleichstrom 4,2 V, 800 mA.

Kameragehäuse:
Ganzmetall-Gehäuse aus Magnesium-Druckguss mit KTLTauchlackierung, Kunstlederbezug. Deckkappe und Bodendeckel aus Messing, M9 schwarz oder stahlgrau lackiert, M9-P silbern verchromt oder schwarz lackiert. M9-P mit Saphirglasabdeckung für Monitor.

Bildfeldwähler: Ermöglicht es, die Leuchtrahmen-Paare jederzeit manuell einzuspiegeln (z.B. zwecks Ausschnittsvergleichen).

Stativgewinde:
A 1/4 (1/4 “) DIN aus Edelstahl in Bodendeckel. Betriebsbedingungen: 0 bis +40°C

Schnittstelle:
5 polige Mini-USB Buchse 2.0 High-Speed für schnelle
Datenübertragung. |

Maße (Breite x Tiefe x Höhe):
ca. 139 × 37 × 80 mm.

Gewicht (mit Akku):
M9 585 g, M9-P 600 g.

Lieferumfang:
Ladegerät 100–240 V mit 2 Netzkabeln (EU, USA, auf einigen Exportmärkten abweichend) und 1 Kfz-Ladekabel, Lithium-Ionen Akku, USB-Kabel, Tragriemen.

(www.leica-camera.com)

Produktneuheiten 06 / 2011

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