ZEISS Objektiv Otus 1.4/85 erweitert die Objektivfamilie um eine weitere Brennweite für professionelle Bildqualität auf höchstem Niveau

ZEISS Objektiv Otus 1.4/85 erweitert die Objektivfamilie um eine weitere Brennweite für professionelle Bildqualität auf höchstem Niveau
Das neue ZEISS Otus 1.4/85 ist auf den ersten Blick aufgrund seiner Brennweite und Lichtstärke ein klassisches Porträt-Objektiv. Auf den zweiten Blick offenbart es sich als lichtstarker Allrounder für Fotografen, die keine Einschränkungen hinnehmen möchten, wenn es um Details geht – in der allgemeinen Studiofotografie ebenso wie beispielsweise in der Fashion-, Werbung-, Produkt- oder Architekturfotografie. Es bietet in Verbindung mit modernen DSLR-Kameras eine bisher beispiellose Bildqualität – auch bei Offenblende. Auf der photokina in Köln vom 16. bis 21. September 2014 wird das neue Objektiv am ZEISS Messestand (Halle 2.2, C-018) erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Das ZEISS Otus 1.4/85 spielt im klassischen Short-Tele-Bereich – Portraits und People – seine Vorzüge voll aus. Die im Vergleich zum Normalobjektiv längere Brennweite ermöglicht es dem Fotografen, dezent Abstand zur abzubildenden Person zu halten. Wer Landschaft nicht nur als Hintergrund mag, der findet im ZEISS Otus 1.4/85 keinen gewöhnlichen, sondern einen überraschend leistungsstarken Begleiter für die Natur-Fotografie. Die Bildecken sind bei allen Blendenstufen bis in die Ecken kompositorisch nutzbar.

Besondere Gestaltungsmöglichkeiten bieten sich bei Aufnahmen mit wenig Umgebungslicht. Aktuelle Bildsensoren sind bereits hochgradig empfindlich und rauscharm. Das hat die Grenzen des noch ohne künstliche Lichtquellen Machbaren stark verschoben. Lichtstarke Objektive wie das ZEISS Otus 1.4/85 bieten gegenüber einem zwei oder drei Blenden ‚lichtschwächeren‘ Objektiv immer noch enorme Vorteile, insbesondere wenn schwaches Licht und schnell bewegte Objekte zusammentreffen. Und auch wenn das Licht ganz verschwindet, ‚sieht‘ das ZEISS Otus 1.4/85 so exzellent wie die Eulenart, nach der die Objektivfamilie benannt ist. Korrektionsmängel offenbaren Objektive besonders deutlich bei Nachtaufnahmen mit vielen bildbeherrschenden offenen Lichtquellen. Nicht so beim ZEISS Otus 1.4/85: In anspruchsvollen Beleuchtungssituationen mit geringem Umgebungslicht ist der Leistungsvorsprung des Objektivs klar sichtbar.

Die ZEISS Otus Objektivfamilie und ihr neuester Vertreter sind speziell für die hohen Ansprüche der Profifotografie konzipiert. Innenfokussierung, Skalenfenster und die von Profi-Filmobjektiven (z.B. ARRI/ZEISS Master Prime) bekannte, deutlich ablesbare gelbe Skalenbeschriftung sind nur einige Charakteristika, die Standards setzen. Optisch besticht die ZEISS Otus Reihe durch ihre hohe Bildqualität auch bei Offenblende. Im Detail heißt das: neutrales Bokeh im Hintergrund, hochdetaillierte Bilder ohne störende optische Artefakte, konstant hohe Auflösungsleistung über das gesamte Bildfeld, Fehlen von Farbsäumen und Verzeichnung sowie höchster Bildkontrast bis in die Ränder. Die Abbildungsleistung bleibt bei allen Aufnahmeentfernungen praktisch konstant. Auch bei Nahaufnahmen bis zum einem Arbeitsabstand von 0,65 Meter können hohe Blendenöffnungen genutzt werden.

ZEISS Otus Objektive erreichen insbesondere in Kombination mit hochauflösenden 35mm-DSLR-Kameras die bisher unerreichte Mittelformat-Qualität. Für den Anwender heißt das: weniger Investitionen, kompaktere Ausrüstung und trotzdem höchste Abbildungsgüte.

Ein Blick ins Innere des ZEISS Otus 1.4/85 zeigt, wie Qualität entsteht: Das Objektiv besteht aus elf Linsen in neun Gruppen. Davon besitzt eine Linse eine asphärische Optikfläche, sechs bestehen aus Sondergläsern. Das zugrundliegende Optikdesign ist ein Planar. Als Apochromat sind beim ZEISS Otus 1.4/85 die chromatischen Längsaberrationen (Farblängsfehler) unter anderem mit Hilfe von Linsen aus Sondergläsern mit anomaler Teildispersion korrigiert. Dadurch treten praktisch keine wahrnehmbaren Farbsäume an kontrastreichen Kanten vor und hinter der Schärfeebene auf. Hell-Dunkel-Übergänge im Bild und insbesondere Spitzlichter werden frei von farbigen Artefakten wiedergegeben. Darüber hinaus ermöglichen die variablen Lufträume zwischen bestimmten Linsengruppen („Floating Elements Design“) eine gleichbleibend hohe Abbildungsleistung über den gesamten Fokussierbereich von 0,8 m bis unendlich.

Alle Vertreter von Otus zeichnen sich durch die herausragende mechanische Qualität, aus die anspruchsvolle Fotografe von ZEISS gewohnt sind: Die Auslegung als Manuell-Fokus-Objektiv macht es möglich, in der Konstruktion mit deutlich engeren Toleranzen zu arbeiten. Der sanfte manuelle Fokusgang mit großem Drehwinkel erlaubt in Kombination mit dem griffigen Fokussierring feinste Variationen beim Scharfstellen. Dem Anwender wird so im Wortsinne die Freiheit der Fokuslage – eines der wichtigsten Gestaltungselemente der Fotografie – als künstlerisches Mittel in die Hand gelegt. Die extra feine Haptik und Präzision des Fokussiermechanismus lässt sich nur in Metallbauweise realisieren. Das robuste Ganzmetallgehäuse ist darüber hinaus für den rauen Profialltag bestens gerüstet und sorgt für ein langes Produktleben. Im Gegensatz zu Objektiven mit hohem Kunststoffanteil, die sich mit der Zeit verziehen, bleiben die ZEISS Otus Objektive aus Metall über Jahre hinweg stabil und damit auch die Bildqualität konstant hoch. Und für alle Fotografen, die in ihrer Arbeit neben der eigentlichen Optik auch auf Schraubfilter setzen, werden für das ZEISS Otus 1.4/85 passende T* UV- und POL-Filter mit einem Durchmesser 86 Millimetern von ZEISS erhältlich sein.

Im Herbst 2013 präsentierten die Optikspezialisten mit dem ZEISS Otus 1.4/55 den ersten Vertreter einer High-end-SLR-Objektivreihe mit manueller Fokussierung, der sein Versprechen „bestes Standardobjektiv auf dem Markt“ zu sein mehr als eingelöst hat. Fachpresse und Anwender waren gleichermaßen begeistert. „Nachdem das Otus 1.4/55 auf dem Markt war, haben unsere Kunden sehr schnell erkannt, welch großen Nutzen sie aus einem solchen Objektiv ziehen können: Die Fotografen sind in der Lage, ihre High-end-Vollformatkameras auszureizen und damit Bilder aufzunehmen, deren Qualität und Look den Ergebnissen entspricht, die sie sonst nur mit teuren Mittelformat-Systemen erzielen könnten. Mit dem Otus 1.4/85 bringen wir nun das zweite Objektiv mit genau diesem Versprechen“, erläutert Christophe Casenave, Produktmanager, ZEISS Camera Lenses. „Auch für das Otus 1.4/85 gilt wieder: Es ist ein Objektiv, mit dem man keinerlei Kompromisse bei der Bildqualität eingeht. Kontrast und Auflösungsleistung sind so hoch wie nur möglich, chromatische Aberrationen fehlen völlig, selbst in den schwierigsten Belichtungssituationen. Es zeigen sich keine Verzeichnungen, kein Ghosting, keine störenden Reflexionen oder Vergleichbares – und das über alle Blendenöffnungen hinweg. Wer ein Otus Objektiv nutzt, kann sich auf die Gestaltung seiner Bilder konzentrieren. Er braucht sich keine Gedanken darüber zu machen, ob die Technik der einschränkende Faktor sein könnte“.

Das ZEISS Otus 1.4/85 wird mit EF-Mount (ZE) und F-Mount (ZF.2) ab Mitte September weltweit erhältlich sein.

Änderungen vorbehalten. (www.zeiss.de)

Produktneuheiten 09 / 2014

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