HDMI - High Definition Multimedia Interface

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Digitalkamera und Heimkino wachsen mehr und mehr zusammen. Nicht zuletzt trägt dazu auch die digitale Universalschnittstelle HDMI bei. Sie ermöglicht die Übertragung aller digitalen Multimediadaten über nur ein Kabel. Bei den meisten Fernsehern der jüngsten Generation gehört HDMI bereits zum Standard. Viele Camcorder, alle hochwertigen DVD-, Blu-ray oder Audiogeräte und neuerdings auch Laptops und PCs verfügen inzwischen neuerdings auch Laptops und PCs verfügen inzwischen über diesen universellen Anschluss. Jetzt kommen auch die ersten Digitalkameras mit HDMI-Stecker auf den Markt. Damit lassen sich digitale Photos direkt in optimaler Qualität auf dem Fernseher darstellen.

Die Wiedergabe digitaler Photos auf dem Fernseher war zwar auch schon durch den in den meisten Kameras vorhandenen AV-Ausgang möglich, doch im Zeitalter von hoch auflösenden HDTV-LCD- oder Plasma-Flachbildschirmen entsprach die Wiedergabequalität nicht deren Leistungsniveau. Für eine zufrieden stellende Bildqualität war ein ziemlicher Aufwand, wie etwa die Anschaffung eines speziellen HDTV-Players, erforderlich. Durch das sich schnell verbreitende High Definition Multimedia Interface lassen sich kompatible Digitalkameras nun direkt mit dem Fernseher verbinden und deren Bilder in optimaler TV-Qualität zur Schau stellen.

Die HDMI-Spezifikationen wurden 2004 erstmals verabschiedet. Die aktuellen Spezifikationen der Version HDMI 1.3a lassen kaum noch Wünsche offen. Sie erlaubt die direkte Übertragung von Multimediadaten über ein einziges, neunpoliges Spezialkabel mit Miniaturstecker. Anders als ältere Schnittstellen und Kabel für die Übertragung datenintensiver Inhalte, wie etwa iLink oder FireWire, werden die Daten für die Übertragung bei HDMI nicht komprimiert. Daher gibt es auch keinerlei Daten- oder Qualitätsverluste. Ebenso wenig ist eine A/D-Wandlung erforderlich. Die hohe Bandbreite der HDMI-Übertragung erlaubt den verlustfreien Datentransfer aller digitalen Inhalte, einschließlich der heute höchsten HDTV-Qualität von 1080p.

Die Kommunikation zwischen HDMI-Geräten kann bi-direktional verlaufen. So kann beispielsweise das Fernsehgerät der Datenquelle mitteilen, welche Bild-und Tonformate es verwendet, um die Datenübertragung diesen Anforderungen automatisch anzupassen. Ein weiterer Vorzug der Verbindung unterschiedlicher Multimediakomponenten über die HDMI-Verbindung liegt in der Möglichkeit, sie über nur eine Fernbedienung oder eine Infrarotstrecke zu steuern.

HDMI gilt als besonders zukunftssicher, da die Väter große Reserven für Optimierungen offen gelassen haben. Das betrifft beispielsweise weitere Steigerungsraten beim Datentransfer. Bisher nutzt HDMI für die HDTV-Übertragung, die augenblicklich höchste Bildqualität für Fernseher, nur etwa ein Viertel seiner potenziellen Bandbreite von 10,2 GB pro Sekunde.

Kameras und PCs sind nach Fernsehern, Audioanlagen, Beamern und DVD- beziehungsweise Blu-ray-Playern die jüngsten Komponenten, die das vielseitige Interface für die Kommunikation nutzen. Zur photokina 2008 ist mit zahlreichen neuen Digitalkameras zu rechnen, die zusätzlich zum AV-Ausgang HDMI-und HDTV-kompatibel sind.

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Trendletter Foto & Imaging 03 / 2008

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