Objektive - Die Augen der Kamera

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Der Boom bei den digitalen Spiegelreflexkameras bringt auch neuen Schwung in das Zubehörgeschäft. Wechselobjektive sind hier der entscheidende Schlüssel zu mehr Qualität und Kreativität in der Photographie. Dabei profitiert der Verkauf von Wechselobjektiven besonders vom Umstieg auf die digitale Spiegelreflexphotographie und konnte von 2006 auf 2007 in Deutschland ein Wachstum von 220 Millionen Euro auf 300 Millionen Euro vorweisen. In Stückzahlen wuchs das Geschäft mit Objektiven um über 35 Prozent von 650.000 auf 880.000. Weltweit wurden im Jahr 2007 über 12 Millionen Objektive verkauft, wie der Photoindustrie-Verband und die GfK bekannt gaben. Laut Voraussage der CIPA (Camera & Imaging Products Association, Japan) rechnet man auch für 2008 mit einem weiteren Anstieg des Verkaufs von Wechselobjektiven um rund 17 Prozent. Auch wenn die Kurve dann wieder ein wenig abflacht, sollen laut CIPA 2009 weltweit noch ein Anstieg von rund zehn Prozent und 2010 noch von annähernd sieben Prozent möglich sein.

Die Zahlen verdeutlichen: Wer mit einer Spiegelreflexkamera photographiert, investiert auch in das Zubehör, allem voran in Objektive. Für viele Photographen, die heute eine digitale Spiegelreflexkamera kaufen, ist es nicht die erste. Ein großer Teil von ihnen möchte mit der Neuanschaffung entweder die bestehende Ausrüstung mit einem zweiten, moderneren Kameramodell erweitern oder ein früheres Modell ausrangieren. Die Verbraucher wissen, dass Verbesserungen heute deutlich schneller realisiert werden und dass sie für optimale Leistung auch modernste Produkte benötigen. Die Innovationszyklen sind kürzer geworden. Dies gilt auch für Objektive.

Moderne Objektive bieten deutlich mehr in Bezug auf Qualität, Flexibilität und die kreativen Möglichkeiten des Photographierens. So übertreffen neue Zoomobjektive, die vorrangig für Digitalkameras gerechnet wurden, oft die Qualität älterer Festbrennweiten. Neben den auf die besonderen Anforderungen der Sensortechnik abgestimmten, optischen Konstruktionen, bieten Objektive der jüngsten Generation deutlich bessere Autofokusantriebe, effektivere Bildstabilisatoren, kompaktere Bauformen bei größeren Zoombereichen und - nicht zuletzt - auch umweltverträglichere Materialien.

Für jede Anwendung gibt es das entsprechende Spezialobjektiv. Die großen Brennweitenbereiche der Superzooms vom extremen Weitwinkel bis zum Supertele geben dem Photographen mit nur einem Objektiv mehr Flexibilität. Ultrakurze Brennweiten erschließen den extremen Weitwinkelbereich. Spezialobjektive für die Makrophotographie und den Perspektivenausgleich erweitern die kreativen Möglichkeiten. Der Griff der Photographen geht dabei immer mehr zu hochwertigen Objektiven. Viele DSLRs werden heute im Kit mit Zoomobjektiven verkauft. Während hier vom Verbraucher Standardzooms gefolgt von Telezooms bevorzugt werden, ist es bei Einzelkäufen das Telezoom. Speziell gefragt sind auch extreme Weitwinkel und an nächster Stelle kommen Objektive, die den Makrobereich abdecken.

Was die Optikingenieure der Welt noch an innovativen Technologien für die Objektivgeneration von morgen entwickelt haben, wird auf der photokina 2008, World of Imaging, vom 23. bis 28. September in Köln in seiner ganzen Breite zu sehen sein.

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Trendletter Foto & Imaging 05 / 2008

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