Outdoor-Kameras - Außenseiter voll im Trend

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Jeder Kamerahersteller, der etwas auf sich hält, hat sie im Programm: die robusten, wasser- und stoßfesten Kompakten für extreme Fotosituationen. Ob beim Wassersport, im Regenwald, bei Schneefall oder in Wüstenregionen – Outdoor-Kameras sind zuverlässige Begleiter für jede Situation. Was die Unterwasser- und Outdoor-Welt noch alles an Innovationen für alle Arten von Actionfotos zu Wasser, zu Lande und in der Luft zu bieten hat, erfahren die Besucher auf der vom 21. bis 26. September 2010 in Köln stattfindenden photokina, der Weltmesse der Fotografie.

Das gemeinsame Kennzeichen aller Kameras dieser beliebten Kategorie für Aktivisten ist ihre besondere Robustheit gegenüber Umwelteinflüssen. Sand, Feuchtigkeit, extreme Hitze und Kälte können ihnen nichts ausmachen. Doch gibt es große Unterschiede, wie viel und was genau die einzelnen Modelle tatsächlich aushalten. Äußerlich ist ihnen die spezielle Robustheit kaum noch anzusehen. Kam diese Kameraklasse früher noch in oftmals klobig wirkenden Gehäusen daher, so sind inzwischen echte Designerprodukte auch bei den Outdoor-Spezialisten zu finden.

Für Wasserratten stellt sich bei der Wahl der richtigen Kamera die Frage, ob die Kamera nur spritzwasserabweisend, abwaschbar oder tatsächlich wasserdicht ist. Und auch bei den wasserdichten gibt es noch einmal Unterscheidungen: Hier ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal die Tauchtiefe. Hält die Kamera auch den höheren Wasserdruck in größerer Tiefe stand oder eignet sie sich nur zum Schnorcheln kurz unter der Wasseroberfläche. Hier sollten Taucher genau auf die Herstellerangaben achten, die im Wesentlichen bei den Kompaktkameras zwischen 3, 5, 10, 15 und 20 oder 30 Metern schwanken. Wintersportler und Wasserratten, die nur schnorcheln, kommen problemlos auch mit Kameras, die einem Wasserdruck bis zu drei Metern standhalten, aus. Für ernsthafte Taucher wird das kaum genügen. Sie werden wohl zu Kameramodellen für größere Tiefen greifen, wenn sie nicht Gefahr laufen wollen, dass ihre Kamera Schaden nimmt. Praktisch ist bei einigen Kameras auch, dass sie sogar schwimmen können und wieder auftauchen, wenn sie einem versehentlich im Wasser aus der Hand rutschen.

Doch nicht nur der Grad der Wasserfestigkeit spielt bei den Outdoor-Kameras eine wichtige Rolle. Als optimale Begleiter für alle Freizeitaktionen ist auch die Robustheit und Stoßfestigkeit von Bedeutung. Da kann es schon vorkommen, dass eine Kamera im Eifer des Gefechts aus der Hand rutscht und zu Boden geht. Damit sie auch danach zuverlässig weiter ihren Dienst tut, besitzen diese Kameras auch einen besonderen Schutz gegen Stoß und Druck. Manche überstehen Stürze aus 1,5 Metern Höhe. Andere vertragen den freien Fall aus bis zu drei und mehr Metern.

Ob unter Wasser oder in der Wintervermummung, Taucher- und Skibrillen erleichtern nicht gerade den Suchereinblick. Handschuhe und Nässe tragen auch nicht zum besseren Halt bei. Deshalb ist es entscheidend für den Einsatz dieser Kameras in Extremsituationen, dass der Suchereinblick auch eine bequeme Bildbeurteilung zulässt und die Bedienungselemente auch mit Handschuhen oder im Wasser gut zu greifen sind. Hier haben die Displays der Digitalkameras für Unterwasserfotografen eine große Erleichterung gebracht.

Ein weiterer Segen der Digitalkameras ist die Möglichkeit, mit nur einem Gerät sowohl filmen als auch fotografieren zu können. So müssen Outdoor-Fans, Extremsportler und Wasserratten nur noch eine Ausrüstung mitschleppen, um ihre Erlebnisse bildlich festzuhalten. Waren früher spezielle Unterwasserfilme für die Farbabstimmung nötig, so verfügen heute die meisten Unterwasserkameras über einen speziellen Weißabgleich, der verblaute Aufnahmen in der Tiefe verhindert.

Aber nicht nur Outdoor-Freaks, Wasserratten und Extremsportler haben die kompakten wasser- und stoßfesten Kameras für sich entdeckt. Auch Architekten, Gutachter und Bauingenieure schätzen ihre besondere Widerstandsfähigkeit. Profi- und Hobbyköche dokumentieren mit ihnen ihre Kreationen, Eltern haben endlich eine sichere Lösung, ihren Kindern den Spaß am Fotografieren zu vermitteln.

Alle zusammen definieren weitere Anforderungen an diese spezielle Kameraklasse. Dazu gehören die integrierten Blitzgeräte, die speziell für Unterwasseraufnahmen benötigt werden. Ebenso gefragt sind ein Zoom mit kurzem Weitwinkel als Anfangsbrennweite und eine hohe ISO-Empfindlichkeit des Sensors für kleine Blenden, kurze Verschlusszeiten bei wenig Licht.

Doch nicht jeder will sich gleich eine Unterwasser- oder Outdoor-Kamera zulegen, wenn er nur hin und wieder in Extremsituationen fotografiert. Für alle diejenigen bietet die Foto- und Imagingindustrie umfangreiches Zubehör für den Regenschutz sowie wasserdichte Kunststoffhüllen zum Tauchen und Schnorcheln, die sich auch für Winterabenteuer oder das Strandvergnügen empfehlen.

Für Unterwasserprofis hat die Industrie Spezialkameragehäuse entwickelt, mit denen sich auch SLR- oder die neuen kompakten Systemkameras mit auf den Tauchgang in extreme Tiefen nehmen lassen.

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Trendletter Foto & Imaging 09 / 2010

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