Vom digitalen Bilderrahmen zum multimedialen Kommunikationstool

Trend 2010: Vom digitalen Bilderrahmen zum multimedialen Kommunikationstool Bildgalerie betrachten

Digitale Bilderrahmen gehören inzwischen mit zu den beliebtesten Produkten für die Vorführung von Fotos. Nach dem individuell erstellten Fotobuch nutzen die Verbraucher neben PC und Kameramonitor diese vielseitigen Displays, um sich ihre Bilder anzuschauen oder um diese anderen zu zeigen. Digitale Bilderrahmen gibt es in allen Größen: vom Schlüsselanhänger über das Medaillon an der Halskette bis hin zum werbewirksamen Großbildschirm. Wie der Photoindustrie-Verband erst kürzlich vermeldete, lag der Absatz in 2009 bei 1,7 Millionen Stück, was einem Wachstum von 55 Prozent zum Vorjahr entspricht.

Digitale Bilderrahmen haben sich zu multimedialen Alleskönnern entwickelt, von denen einige nicht einmal mehr eine digitale Aufnahme benötigen. Über einen integrierten Fotoscanner können manche Geräte sogar farbige Papierbilder einlesen und sie als Bilderschau auf ihrem Display anzeigen oder auf einer Speicherkarte ablegen. Umgekehrt gibt es Bilderrahmen mit eingebautem Drucker. Per Fernbedienung kann der Anwender Bilder, die ihm oder dem Besuch besonders gefallen, direkt ausdrucken und als Papierbild verschenken. Selbstverständlich können die Geräte der jüngsten Generation auch Videos wiedergeben, die mit einer Digitalkamera gemacht wurden – und das sogar vielfach mit Stereoton. Auch animierte Bilderschauen lassen sich mit vielen digitalen Bilderrahmen erstellen und, mit Sprache und Musik unterlegt, wiedergeben. Gestartet wird die Vorführung vom Sofa aus mit der Fernbedienung. Als zusätzliche Bedienelemente verzichten ein paar neue Geräte auf Tasten und Knöpfe und bieten stattdessen eine komfortable Menüführung per Touchscreen-Funktion. Aktuell gibt es auch Geräte, die nicht einmal mehr eine Fernbedienung benötigen. Sie lassen sich einfach mit Gesten des Anwenders steuern. Die meisten Bilderrahmen sind mit Multispeicherkarten-Steckplätzen ausgestattet, die alle gängigen Formate lesen können. Galt die bisher übliche Bildübertragung per Speicherkartenslot schon als ausgesprochen anwenderfreundlich, bieten neuere Geräte den Datentransfer jetzt auch kabellos direkt aus dem Kamerahandy per Bluetooth oder W-LAN. Selbst mit dem Internet lassen sich Geräte der jüngsten Generation vernetzen. Sie verfügen nicht nur über eine eigene E-Mail-Adresse, über die aktuelle Bilder empfangen oder gesendet werden können, sondern zeigen als Zusatzfunktion den aktuellen Wetterbericht und die Uhrzeit an. Die mit der Zeitanzeige ausgestatteten Geräte lassen sich auch als Wecker nutzen, die das Aufwachen mit dem Bild einer besonders lieben Person verschönern.

Digitale Bilderrahmen werden inzwischen in allen Größen und vielen Formaten sowie mit unterschiedlichen Auflösungen angeboten. Immer populärer werden die dem HD-Anspruch genügenden Rahmen mit dem 16:9-Seitenverhältnis. Auch als Verkaufshilfen, zum Beispiel als einfach zu aktualisierende Speisekarte im Aushang eines Restaurants, zur Erläuterung von Exponaten in Museen, als Großbildanzeige in der Werbung sowie zur Produktdemonstration im Schaufenster, erobern die Geräte so manchen Lebens- und Arbeitsbereich und zeigen, dass die Nutzung digitaler Bilderrahmen immer vielseitiger wird. Sogar als Schmuckstück, mit dem man seine schönsten Erinnerungen stets bei sich trägt, sind sie zu haben.

Zur photokina, der World of Imaging, wird die Foto- und Imagingbranche vom 21. bis 26. September 2010 in Köln die Besucher sicher mit vielen weiteren Anwendungen und Modellen digitaler Bilderrahmen begeistern.

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Trend-2010-Vom-digitalen-Bilderrahmen-zum…pdf

Trendletter Foto & Imaging 03 / 2010

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