Bildliche Wintersportimpressionen mit Action Cams

Sportliche Schneefans kommen dank der vorherrschenden Minustemperaturen sowie reichlich Schneefall voll auf ihre Kosten. Überaus beliebt und dementsprechend immer weiter verbreitet ist das Festhalten der winterlichen Aktivitäten mit den sogenannten Action Cams, die fälschlicherweise im Volksmund vielfach auch als Helmkameras bezeichnet werden. Ein Grund dafür dürfte sein, dass die Action Cams gerade bei Skiläufern gern an Helmen befestigt werden. Im Netz mehren sich nicht erst jetzt die Diskussionen, inwieweit dies die Schutzwirkung von Helmen bei Stürzen herabsetzt. Noch gibt es keine gesicherten Untersuchungsergebnisse darüber – es leuchtet jedoch ein, dass es, wenn ein Kamera-Stativ oben auf dem Helm steckt, zu einer Art Stöckelschuh-Effekt kommen kann. Der punktuelle Anschlag kann dazu führen, dass ein Helm beim Sturz bricht. Um diese mögliche Gefahr auszuschließen, kann man Action Cams – statt auf dem Helm – mit einem Brustgurt am Körper befestigen. Der große Vorteil ist hierbei zudem, dass die Aufnahmen wesentlich ruhiger sind als über eine auf dem Helm befestigte Action Cam. Durch die Weitwinkeloptik werden zudem die Arme mit eingefangen, was für noch mehr Dynamik im actiongeladenen Videodreh steht. Eine weitere Option der Befestigung – sofern diese zum Einsatz kommen -, sind die Skistöcke.

Es liegt sicherlich in der Natur der Menschen, sich mit den eigenen sportlichen bildlichen Winterimpressionen von den anderen abheben zu wollen, denn Motivation für den Einsatz von Action Cams ist auch die Verbreitung der Videos über diverse Websites. Oberstes Gebot ist, andere und sich selbst beim Videodreh mit Action Cams nicht in Gefahr zu bringen und dementsprechend sich mit draufgängerischen Videos nicht überbieten zu wollen.

Das Angebot an Action Cams ist umfangreich – sowohl hinsichtlich ihrer Größe als auch Ausstattung. So gibt es inzwischen Modelle in Miniformat von wenigen Zentimetern die auch direkt auf den Helm geklebt werden können. Action Cams sind prinzipiell mit einem großen Weitwinkel ausgestattet, wodurch Erschütterungen weniger auffallen. Immer häufiger in Action Cams anzutreffen sind zudem Bildstabilisatoren, mit denen sich Erschütterungen während der Aufnahme weiter reduzieren lassen. Nahezu alle Action Cams zeichnen MPEG-4-Dateien auf und komprimieren die Videos mittels H.264-Codec. Dieses Format wird inzwischen von jedem Schnittprogramm verarbeitet – auch, wenn Auflösung und Bildwiederholrate unterschiedlich sind. Als Standard kann man Full-HD mit 1.920 × 1.080 Pixeln definieren – auch, wenn es inzwischen Action Cams mit vierfacher Auflösung, sprich 4K, gibt. Günstigere Modelle setzen auf eine Bildwiederholrate von 30 Vollbildern (Progressive) und orientieren sich damit am amerikanischen NTSC-Standard. Doch gerade bei schnellen Sportarten sind mehr Bilder ratsam und um beim NTSC-Format zu bleiben, 60 Vollbilder empfehlenswert. Möchte man das Aufnahmematerial mischen, empfiehlt es sich, das hierzulande übliche PAL-Format zu wählen und darauf zu achten, dass die Kamera auch mit 50 Vollbildern arbeitet. Die meisten Neuerscheinungen haben inzwischen einen integrierten Monitor oder bieten diesen zumindest optional an. Das macht die Grundeinstellung der kleinen Kameras wesentlich einfacher. Auf einen separaten größeren Kontrollmonitor angewiesen sind Filmer bei Reportagen oder Taucher. Weil sehr hilfreich, bieten die meisten Hersteller die Kontrolle der Aufnahmeposition via WLAN-Verbindung an. Die zugehörigen Apps werden für die WLAN-tauglichen Action Cams von allen Herstellern sowohl für iOS als auch für Android kostenfrei angeboten. Alternativ lassen sich Action Cams mit Fernbedienungen steuern, die jedoch oftmals separat erworben werden müssen. Sie geben über farbige Lichtsignale oder sogar über ein Status-Display Rückmeldung, in welchem Modus sich die Kamera befindet. So kann man die Action Cam auch ohne Sichtkontakt in den Aufnahmemodus versetzen und hat Sicherheit, dass diese auch wirklich läuft.

Video 01 / 2015

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