Fotos aus Videos extrahieren

Wer nicht nur fotografiert, sondern auch filmt, der fängt oft einzigartige Momente ein, die sich auch als Foto gut machen würden. Allerdings muss es einem zunächst gelingen, sie aus dem Video zu extrahieren. Das ist mit den richtigen Werkzeugen gar nicht so schwer. Wer die Aufnahmen nachher drucken möchte, muss allerdings einiges bedenken.

Foto extrahieren ganz einfach

Aber zunächst gilt es, das Einzelbild aus dem Film zu ziehen. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Am einfachsten ist in der Regel die Verwendung der Video-Abspielsoftware. Viele weitverbreitete, wie etwa der Quicktime Player, bieten eine Funktion, um ein Video-Standbild zu erzeugen. Häufig heißt diese nicht explizit „Video-Standbild“, sondern „Schnappschuss“ oder „Momentaufnahme“. Manchmal steht dafür ein eigener Button bereit oder wie bei QuickTime eine Tastenkombination (CMD und C). Man spult dann einfach bis zur gewünschten Stelle im Video vor, stoppt den Film am besten mit der Pause-Taste und erstellt dann das Standbild.

Video-Standbild VLC-Player
Wessen Video-Programm nicht über eine entsprechende Funktion verfügt, der kann sich kostenlose Programme wie den VLC-Player herunterladen – der übrigens sogar für alle großen Betriebssysteme verfügbar ist. Bei ihm versteckt sich die Standbildfunktion im Menü „Video“ unter dem Menüpunkt „Schnappschuss“. Er bietet auch drei interessante Zusatzoptionen: Zum einen kann das Format der Videos in den Einstellungen im Abschnitt „Video“ wahlweise auf PNG oder JPEG eingestellt werden. Wer seine Aufnahmen später im Fotobuch verwenden möchte, ist mit JPEG besser bedient, da nicht alle Fotobuchprogramme problemlos PNGs einlesen. Zum anderen kann der Speicherort flexibel festgelegt werden. Und schließlich kann auch noch ein Präfix beim Dateinahmen gewählt werden. Kommt es zu Streifen im Standbild, kann die Aktivierung von „Deinterlacing“ im Menü „Video“ helfen. Wer häufiger Standbilder aus Videos extrahiert, für den sind solche Funktionen ganz praktisch.

Alternativ zum Video-Abspielprogramm bieten auch einige Bildbearbeitungs- und Verwaltungswerkzeuge wie etwa Lightroom die Möglichkeit zur Extraktion von Standbildern. Auch hier muss man in der Regel nur zum gewünschten Bild vorspulen und kann den Fotoauszug dann mit einem Klick aktivieren.

Vor der Weiterverwendung zu beachten

Möchte man das Standbild als Abzug oder gar im Fotobuch verwenden, ist allerdings die Auflösung zu beachten. Videos verfügen oft über eine geringere als Fotos. Vor allem, wer keine aktuelle Kamera hat, muss möglicherweise noch mit 640 × 480 Pixeln vorlieb nehmen. Standbilder aus dem Film haben logischerweise keine höhere Auflösung als das Gesamtvideo und sind daher nur in geringeren Größen noch in guter Qualität zu drucken als konventionelle Fotos der gleichen Kamera. Aber auch wer schon über ein Modell mit Full-HD-Auflösung beim Video verfügt, muss mit 1.920 × 1.080 Pixeln vorlieb nehmen. Das reicht für eine hervorragende Druckauflösung nur bis etwa 9 × 16 cm. Besser dran ist, wer schon eine Kamera mit 4K-Auflösung hat. Bei einem 4K-Video können die Standbilder nämlich noch bis auf etwa DIN A4-Größe formatfüllend gut abgebildet werden. Wer seine Bilder nur per Mail verschicken möchte, für den ist Full-HD aber auch schon ausreichend.

Generell lohnt es sich für alle Videofilmer die Auflösungs-Einstellungen zu kontrollieren und zu prüfen, ob wirklich die höchste verwendet wird. Manche Kamerabesitzer korrigieren zu niedrigerer Auflösung, weil die Filme dann eine geringere Dateigröße beanspruchen. Für Standbilder ist das aber wenig sinnvoll, wenn man sich die Möglichkeit offen halten möchte, sie zu drucken.

Video 12 / 2014

5 Bewerten  |  Drucken  |  Weiterempfehlen
Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben.

Artikel kommentieren
* Diese Felder müssen ausgefüllt werden