Videotipps - Drehbuch und Storyboard

Storyboard
Selbstgedrehte Videos liegen absolut im Trend – wer hätte das vor einigen Jahren gedacht? Da war das Thema Video eigentlich nur etwas für Eingefleischte mit ihrem entsprechenden Know-how und natürlich der technischen Performance. Heute boomt das Thema Video und Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat neulich in einem Interview gar gesagt, dass für ihn in Zukunft Videos noch mehr an Bedeutung gewinnen und durch sie die Fotografien über kurz oder lang abgelöst werden. Betrachten wir uns allein die diversen Nachrichtenportale, dann sehen wir, dass Videos rasant an Relevanz gewinnen, was natürlich auch mit den gestiegenen technischen Möglichkeiten im Netz zusammenhängt. Aber nicht nur, denn ein entscheidender Grund dafür ist für uns, dass heutige Aufnahmegeräte alle die Möglichkeit bieten, Filmsequenzen in Topqualitäten einzufangen. Mit der wachsenden Anzahl an Videos im Netz ist es natürlich für jeden einzelnen von uns eine Herausforderung, sich mit den eigenen Drehs von der Masse abzuheben. Fest steht, dass die beste technische Performance nichts nutzt, wenn der Inhalt nicht zu fesseln versteht.

Es gilt, Geschichten in seinen Videos zu erzählen. Das ist leichter gesagt als getan – Fotografen wissen ein Lied davon zu singen, wie schwer es ist, den entscheidenden Augenblick, auf den es ihnen in ihren Werken ankommt, festzuhalten. Dass sehenswerte Videos – wo es ja unzählige aneinandergereihte Augenblicke sind – also keine Selbstläufer sind, versteht sich von selbst.

Bevor man sich dem Dreh hingibt, heißt es, in die Tasten – geht natürlich auch handschriftlich – hauen und seine Ideen schriftlich zu fixieren. Während dieser Ausformulierung ergeben sich sogar oftmals neue Ideen und/oder man erkennt Ungereimtheiten, die es natürlich zu vermeiden gilt. Das Drehbuch, so unsere Erfahrung, ist für uns die Methode, um seine Filmidee „auf den Punkt“ zu bringen. Ratsam ist, das Drehbuch auch Dritten zum Lesen zu geben und ihre Meinung einzuholen. Steht das Drehbuch, dann geht es an das Storyboard, und das ist wirklich Gold wert, gilt für viele Filmer als der schwierigste und wichtigste Planungsschritt vor der Produktion.

Im ersten Schritt gilt es, die literarische Form seines Drehbuches in eine völlig andere Sprache zu übersetzen, und zwar in die der Bilder. Hier kann man mit Fotografien zu den einzelnen Szenen arbeiten oder, wer gut zeichnen kann, macht sich entsprechende Skizzen.

Der Aufbau eines Storyboards ist nahezu identisch. In der ersten Spalte des Storyboards werden in kleinen Skizzen die wichtigsten Szenen bildlich/grafisch festgehalten. Die Positionen der handelnden Figuren/Personen sollte ebenso räumlich festgelegt werden wie kameraspezifische Parameter, wie Einstellungsgrößen und unter Umständen auch Kamerabewegungen.

In der zweiten Spalte ist Platz für schriftliche Kommentare zum Geschehen, so etwa für nähere Erklärungen des Bildinhaltes oder die Beschreibung des Geschehens bis zur nächsten Szene.

Die dritte Spalte ist für die Beschreibung des akustischen Geschehens reserviert. Dazu gehören die Dialoge der handelnden Figuren/Personen, Musik und Geräusche. Empfohlen wird, die akustische Ebene mit der optischen Ebene gleichberechtigt zu behandeln. Damit gelingt es, wichtige Inhalte und Stimmungen auch auf die Tonebene zu transportieren.

Video 09 / 2015

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