Videotipps - Weißabgleich und HDR sorgen für einheitlichen Look

© Fotograf: Paula Rink, Photoglobus
© Fotograf: Paula Rink, Photoglobus
Die Videofunktion gewinnt an Beliebtheit und ein Grund dafür ist natürlich, dass es heute nahezu mit allen Aufnahmegeräten möglich ist, Filme abzudrehen, die überall eingebunden werden können, sogar in Fotobücher. Die Ansprüche an Videos sind entsprechend des Anlasses unterschiedlich – bei einem wenige Sekunden langen Clip muss man weniger beachten als beispielsweise bei einem Reise-, Hochzeits- oder Landschaftsvideo von mehreren Minuten. Mit einfach nur draufhalten ist es bei solchen Videos nicht getan, sollen sie sehenswert für einen selbst, aber auch für andere sein. Ein sogenannter roter Faden ist ebenso Pflicht wie ein ordentlicher Videoschnitt und dass das Filmmaterial sich harmonisch aneinanderfügt. Dazu gehört natürlich eine gleiche farbliche Basis, denn die noch so gute Filmidee wird mitunter zunichte gemacht, wenn unterschiedlich kolorierte Einstellungen im fertigen Video in direkter Abfolge erscheinen. HDR und Weißabgleich garantieren Filmern einen einheitlichen Look. Ob und in welcher Form dieser gewünscht ist, hängt natürlich auch von der Intention des Filmemachers ab.

Weißabgleich

Stammen die Filmszenen von unterschiedlichen Kameras oder wurden die Szenen an einem Ort zu unterschiedlichen Jahres, und/oder Tageszeiten gefilmt, dann können sie eine abweichende Kolorierung haben. Wird mit unterschiedlichen Kameras gedreht, so lautet unser Rat, vor dem Start der Aufnahme auf den Weißabgleich zu achten – dieser sollte natürlich bei ihnen ebenso korrekt eingestellt sein wie wenn die Filmaufnahme nur über ein Aufnahmegerät erfolgt. Über den Weißabgleich wird festgelegt, wie das Weiß von der Kamera interpretiert wird. Beeinflusst wird dieser Wert von einer Vielzahl an Faktoren, wie der Jahres- und Tageszeit, dem Wetter und ob bei Kunst- oder beispielsweise Tageslicht gefilmt wird. Auch, wenn bei allen Kameras, die bei einem Dreh zum Einsatz kommen, der Weißabgleich korrekt eingestellt wurde, so kann es wie beim Filmen mit nur einer Kamera dennoch passieren, dass die einzelnen Filmsequenzen im Zusammenschnitt unterschiedlich koloriert wirken. Hier setzt dann die Videobearbeitungssoftware an, die für einen einheitlichen Look sorgt.

HDR

HDR ist aus der Fotografie den meisten bekannt und findet nun auch im Videobereich immer mehr Anhänger. Ein Grund dafür ist, dass HDR nicht nur für einen interessanten Filmlook steht, sondern für eine viel interessantere Ausstrahlung. Immer mehr Kameras bieten die Option in RAW aufzuzeichnen, zahlreiche Aufnahmegeräte bieten die Option der „Pseudo-HDR-Effekte“, um aus JPEG-Aufnahmen mehr Kontrast herauszuholen. Diese Funktion ist nun verstärkt auch in Amateurvideoprogrammen anzutreffen, weswegen sie auch einen immer intensiver Praxiseinsatz erfährt. Die Korrektur erfolgt beim Videomaterial in den hellen und dunklen Bereichen durch Übersteuerung mit dem Ziel, dass Zeichnung erhalten und hervorgehoben wird. Je nach Videoprogramm wird die Möglichkeit der „Vorher-Nachher-Vorschau“ angeboten – das ist sehr hilfreich durch den direkten Vergleich.

Video 05 / 2015

Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben.

Artikel kommentieren
* Diese Felder müssen ausgefüllt werden